Di, 16. Oktober 2018

Marc Gasol

19.07.2018 13:02

Spanische Basketball-Legende rettet Flüchtlinge!

Der Spanier Marc Gasol ist als Welt- und Europameister für viele ein Vorbild. Millionen von Fans verehren ihn nicht nur in Spanien, sondern auch in Übersee, wo er seit 10 Jahren spielt. Und zwar bei den "Memphis Grizzlies. Er hat aber auch ein Leben neben dem Basketball. Und in diesem rettet er Flüchtlinge. Und erzählt der Welt ihre Geschichte . 

Der Spanier war auf einem Rettungsschiff namens „El Astral“ unterwegs, wie er im Interview mit „El Pais“ bestätigte.  „Vor einem Jahr lernte ich Oscar Camps, den Gründer und Direktor von der NGO Proactiva Open Arms (Seenotretter) kennen und ich lud ihn ein zu meinem Stammklub, Basket Girona, um dort einen Vortrag zu halten. Mir gefiel, was er dort sagte.“

Der Star war also mit den Seenotrettern von Proactiva Open Arms unterwegs. Er begleitete ihren Einsatz im Mittelmeer. Was er dort sah, wollte er unbedingt der Welt mitteilen: Tote Menschen, ein totes Kind, und lybische Küstenwache, die die Passagiere eines sinkenden Flüchtlingsbootes nach Libyen zurückbrachte. Nur: zwei Frauen und ein Kind wollten nicht zurück, die hat die Küstenwache ihrem Schicksal überlassen - so der schwerwiegende Vorwurf des spanischen NGO-s. Als Marc Gasol ankam, war das Kind und eine Frau bereits tot. Ihr Körper trieb auf der Wasseroberfläche. Eine Frau aus Kamerun konnte der großgewachsene Spanier aber mit seiner Crew retten.

„Anfangs dachten wir, es sei niemand mehr am Leben. Aber als wir näherkamen, haben wir eine Frau gesehen. Josephine. Sie klammerte sich mit der Hand an ein Stück Holz, das gerade mal einen halben Meter lang war.“ Als sie am Bord war, kümmerte sich eine italienische Ärztin um sie. Mittlerweile ist sie außer Lebensgefahr.

„Die libysche Küstenwache spricht von 150 Personen, die sie gerettet haben. Was ist aber mit denen, die sie dort gelassen haben? Das ist unmenschlich, das ist eine Sünde“, sagte die spanische Basketball-Legende “El Pais„ gegenüber.  Das Rettungsschiff “Astral" steuert jetzt auf Mallorca zu.

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