Mi, 17. Oktober 2018

Freihandelsabkommen

19.07.2018 11:26

Kärnten: Die Geschäfte mit den Japanern brummen

9365 Kilometer - so weit liegen Klagenfurt und Tokio von einander entfernt. Und doch ist die Wirtschaft eng verbunden: Japan ist mit 340 Millionen Euro viertwichtigster Importeur, Kärntner Firmen liefern Industrieanlagen, Holz, Forstmaschinen. Das neue Freihandelsabkommen soll die Geschäfte jetzt weiter beflügeln.

Die Importe aus Japan sind um 8,3 Prozent gestiegen. Geliefert werden zum Beispiel Bauteile für Elektrotechnik-Firmen. „Es geht um sehr spezielle Teile“, erklärt Meinrad Höfferer, Leiter der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer. So speziell, dass durch den Produktionsstopp nach dem Reaktorunglück von Fukushima Kärntner Firmen wichtige Teile gefehlt haben.

Hoffnunf auf Profit
Mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens Jefta könnte auch Mazda Österreich mit Sitz und 115 Mitarbeitern in Klagenfurt profitieren. 60 Prozent der Fahrzeuge des japanischen Herstellers kommen direkt von der Insel. Wie sich die fallenden Zölle auf die Preise in Österreich auswirken werden, will man bei Mazda demnächst diskutieren, heißt es beim Unternehmen.

Auf brummende Geschäfte hofft man auch bei Esch-Technik. 600 Traktoren vom japanischen Hersteller Kubota werden hier pro Jahr zusammengesetzt und vertrieben - das Geschäft läuft und soll ausgebaut werden. Gut zwei Millionen Euro fließen in eine neue Logistikhalle. Welche Veränderungen das Abkommen bringt, ist noch nicht ganz klar. „Sicher keine negativen“, schmunzelt man.

Umgekehrt verlassen pro Jahr Waren im Wert von 97 Millionen Euro Kärnten in Richtung Japan (Rang 15 in der Exportstatistik). Geliefert werden Erntemaschinen von Konrad Forsttechnik aus Preitenegg, Holz sowie ganze Biomasseanlagen.

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