Mo, 24. September 2018

In Eugendorf

18.07.2018 09:00

Sanitäter als Lebensretter bei Unfall auf der A1

Als Vertreter einer Firma für Medizintechnik war Philip Ginzinger am Dienstagvormittag auf dem Weg von Wals nach Wien, als er gegen 10 Uhr Zeuge eines Unfalls auf der Westautobahn auf Höhe Eugendorf wurde. Der freiwillige Rot-Kreuz-Sanitäter leistete Erste Hilfe und rettete einem Deutschen (70) so das Leben.

„Ich bin Produktmanager für Notfallmedizin und habe deswegen unter anderem einen Defibrillator im Auto“, schildert Philip Ginzinger (30) aus Wals . Er war am Dienstagvormittag auf dem Weg nach Wien, als er auf der Westautobahn auf Höhe der Ausfahrt Wallersee in Eugendorf Zeuge eines Unfalls wurde. „Der Pkw-Lenker vor mir ist plötzlich rechts gegen die Leitplanke geprallt. Der Wagen schlitterte dann wie ein Ping-Pong-Ball zwischen den Leitschienen links und rechts hin und her“, erzählt der Mann. Glücklicherweise konnten die nachkommenden Fahrer alle rechtzeitig anhalten.
„Ich bin seit elf Jahren als Freiwilliger beim Roten Kreuz. Natürlich bin ich sofort zum Wrack gerannt, um zu helfen.“ Die Frau (64) des Lenkers, ein 70-jähriger Deutscher, war nur leicht verletzt und stieg selbst aus dem Wagen aus. „Der Mann hatte einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Auch andere Lenker haben mir geholfen. Gemeinsam haben wir den Mann aus dem Wrack gezogen. Ich habe dann sofort mit der Herzdruckmassage begonnen“, erinnert sich Ginzinger. Zuletzt kam auch noch der in seinem Auto mitgeführte Defibrillator zum Einsatz. „Wir mussten den Mann auch noch intubieren, er bekam keine Luft mehr. Als der Notarzt eintraf, war der Pensionist aber wieder stabil. Wir hatten den Kreislauf wieder herstellen können“, freut sich Ginzinger.
Der deutsche Pensionist und seine Frau wurden ins Universitätsklinikum gebracht. Der Mann ist bereits auf dem Weg der Besserung heißt es von Seiten der dortigen Ärzte.
Sowohl sein Arbeitgeber als auch das Rote Kreuz sind stolz auf Philip Ginzinger. Für ihn war es aber natürlich eine Selbstverständlichkeit im Notfall zu helfen. Er kam sogar noch halbwegs pünktlich zu seinem Arbeitstermin im AKH in Wien.

Manuela Kappes
Manuela Kappes

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