Sa, 22. September 2018

Spott nach Deo-Aktion

17.07.2018 14:55

Deutsche fragen jetzt: Stinken Wiens Fahrgäste?

Das musste ja so kommen. Nach der Deo-Verteilaktion unter der Führung der „Reinlichkeits-Beauftragten“ Ulli Sima (mehr Infos zur Wiener SPÖ-Stadträtin siehe hier) fallen unsere deutschen Nachbarn hämisch über uns her. Die zentrale Frage an die Wiener: Stinken eure Fahrgäste? Echt nicht dufte ...

„Wer am Montagmorgen in Wien mit der Linie U6 fuhr, bekam von Mitarbeitern am Bahnsteig ein Deo angeboten“, fasst etwa die deutsche „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zusammen und fragt: „Stinken die Fahrgäste etwa?“ Und: „Schwingt bei solchen Geschenken nicht immer die Botschaft ,Du stinkst‘ mit?“

Deos bereits vergriffen
Zur Beantwortung dieser Frage musste Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann ausrücken: „Das war vor allem als Trostpflaster gedacht. Hohe Temperaturen können auch ein Auslöser sein, dass man Gerüche verstärkt wahrnimmt.“ Während sich die einen ärgern und die anderen begeistert sind, waren die 14.000 Gratis-Deos am ersten Tag bereits vergriffen.

Auch das ist recht bizarr: Mit der Verteilaktion wurde eine „Krone“-Satire Wirklichkeit. Im Dezember 2017 schrieben wir auf einer Doppelseite: „Diese Nachrichten wünschen wir uns für 2018.“ Zu lesen waren nicht ganz ernst gemeinte Nachrichten wie etwa „Zauber-Bankomat befreit uns alle von Steuern und Schulden“ oder „Türkis-Blau muss zum Deutsch-Unterricht“. Auch dieser Parodie-Beitrag wurde verewigt: „Geruchs-Polizei für die U6“. Weiter im Text: „Die Spezial-Beamten sind mit Deorollern bewaffnet“. Kam tatsächlich so. Wobei uns der Schulden-Bankomat dann doch lieber gewesen wäre.

Michael Pommer, Kronen Zeitung/krone.at

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