Mo, 22. Oktober 2018

Sicherheit für Kinder:

17.07.2018 08:33

Verkehrsexperten fordern generell Tempo 30 im Ort

Die Statistik zeigt deutlich, dass nicht der Schulweg das höchste Risiko für Kinder im Straßenverkehr birgt. Acht von zehn Unfällen in Niederösterreich, bei denen Kinder zu Schaden kommen, passieren in der Freizeit. Fachleute wollen jetzt mit einer drastischen Maßnahme für Sicherheit sorgen: Tempo 30 im Ortsgebiet als Regel.

Mehr als 540 Kinder waren im vergangenen Jahr zwischen Enns und Leitha in Verkehrsunfälle verwickelt. Besonders tragisch: Drei kamen sogar ums Leben. Ortet man die größten Gefahren für die Kleinen zumeist auf dem Schulweg, so entlarvt dies die Statistik als Irrtum: „In den Sommerferien gibt es in Niederösterreich im Schnitt pro Tag um 42 Prozent mehr Verkehrsunfälle mit Kindern als in den restlichen Monaten des Jahres“, erklärt Markus Gansterer vom Verkehrsclub. Die traurige Bilanz im Juli und August 2017: Verletzt wurden 131 Kinder, zwei starben.

Um die Sicherheit für die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, fordert Gansterer Maßnahmen. Gerade auf dem Land werde das Öffi-Angebot in den Ferien durch das Fehlen der Schulbusse ausgedünnt, das gelte es durch regionale Zubringer zu Schwimmbädern und anderen Freizeiteinrichtungen auszugleichen.

Der zweite Vorschlag des Fachmanns hat hingegen das Zeug zum Sommeraufreger: „In Ortsgebieten ist mehr Verkehrsberuhigung nötig. Tempo 30 sollte die Regelgeschwindigkeit, Tempo 50 nur die Ausnahme sein“, sagt Gansterer.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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