Do, 13. Dezember 2018

Beamten-Willkür

17.07.2018 10:40

Polizistinnen nehmen Lenkerin nach Münzwurf fest

Dieser Vorfall sorgt derzeit in den USA für Wirbel: Zwei Polizeibeamtinnen ließen eine Münze über das Schicksal einer Autofahrerin entscheiden. Die Aufnahmen des Vorfalls, der sich bereits im April ereignete, wurde mit einer Bodycam gefilmt und erst jetzt veröffentlicht.

Die junge Frisörin Sarah Webb war gerade auf dem Weg in die Arbeit und zu spät dran, also gab sie Gas. Zwei Polizistinnen wurden auf ihr Auto aufmerksam und hielten es an.

„Der Boden ist nass. Es hat geregnet“, meinte eine Beamtin zu m Fehlverhalten der jungen Frau. „Sie fahren auf dieser Straße mehr als 80 Meilen in der Stunde (etwa 130 km/h, Anm.). Das ist rücksichtsloses Fahren, Ma‘am.“ „Es tut mir so leid“, antwortete die 24-Jährige.

Münzwurf per App
Die beiden Polizistinnen waren sich allerdings nicht sicher, ob sie die Lenkerin wegen rücksichtslosen Fahrens verhaften oder ihr ein Strafmandat geben sollten, weil sie die genaue Geschwindigkeit des Autos nicht ermitteln konnten. Also beschlossen sie, per Münzwurf darüber zu entscheiden. Eine der Beamtinnen benutzte dafür eine App auf ihrem Handy.

Der Wurf fiel schließlich gegen Webb aus, die 24-Jährige wurde von den Polizistinnen verhaftet und musste mit Handschellen auf der Rückbank des Polizeiautos platznehmen.

„Meine Freiheit wurde durch einen Münzwurf gefährdet“
Der Vorfall wurde bekannt, nachdem Webb das Video Tage vor ihrem geplanten Gerichtstermin am 9. Juli einsehen durfte. „Meine Bürgerrechte wurden verletzt“, erklärte sie gegenüber der „New York Times“. „Das sind die Leute, die dafür zuständig sind, uns zu helfen und auf uns achtzugeben. Meine Freiheit wurde durch einen Münzwurf gefährdet. Es war für sie ein Spiel.“

Die zwei Beamtinnen wurden mittlerweile vom Dienst suspendiert. Die Vorwürfe gegen Webb wurden fallen gelassen.

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