Mi, 22. August 2018

Nun also doch

16.07.2018 08:05

Italien erlaubt Landung von 450 Bootsflüchtlingen

Nach langem Hin und Her hat die italienische Regierung nun doch den 450 Migranten, die sich an Bord von zwei Frontex-Schiffen vor Sizilien befanden, die Landung im sizilianischen Hafen Pozzallo genehmigt. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem sich fünf EU-Länder bereit erklärt hatten, die Migranten aufzunehmen. Bis zur Umverteilung in andere EU-Ländern werde Italien den Migranten die notwendige Unterstützung zukommen lassen, hieß es am Montag.

„Erstmals können wir behaupten, dass diese Migranten in Europa eingetroffen ist“, ließ der italienische Premier Giuseppe Conte am Montag via Presseaussendung mitteilten. Dieser hatte Kontakte mit den EU-Partnern für die Aufnahme der Migranten aufgenommen.

Spanien, Portugal, Deutschland, Malta und Frankreich hatten sich nach langen Verhandlungen bereit erklärt, je 50 der insgesamt 450 Migranten zu übernehmen, die am Samstag vor den Küsten Italiens aus einem Holzboot aufgenommen worden waren. „Strenge und Kohärenz führen zu Resultaten“, kommentierte der italienische Innenminister Matteo Salvini, der von einem „politischen Sieg“ für Italien sprach.

Salvini: „Keine illegale Zuwanderung nach Italien“
Nach dem Kampf gegen Schlepperei sei die Rückführung der Migranten ein weiteres Anliegen der Regierung in Rom. „Die klare Botschaft ist: Niemand darf mehr illegal nach Italien einwandern“, schrieb Salvini auf Facebook.

In den vergangenen Wochen hat die italienische Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega mehrfach Schiffe mit geretteten Migranten auf dem Meer blockiert. Hilfsorganisationen wurde die Einfahrt in italienische Häfen verwehrt.

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