Mi, 22. August 2018

Klare Absage vom Land

14.07.2018 15:12

Machtwort: Der Wachau-Besuch bleibt gratis!

Es muss nicht immer Dürnstein sein: Wie berichtet, wird in der Wachau derzeit laut über die Einführung von Eintrittsgeld für Touristen diskutiert. Der Forderung des frischgebackenen Ex-Bürgermeisters von Melk, Thomas Widrich, erteilt das Land Niederösterreich nun aber eine klare Absage. Es werden Alternativen gesucht. Das Weltkulturerbe - siehe Video oben - zieht jährlich Millionen Urlauber in die Wachau.

„Ganz klar, wir leben hier alle vom Tourismus, aber es wird einfach zu viel“, klagte zuletzt eine Unternehmerin aus der idyllischen Wachaugemeinde Dürnstein. Es sind vor allem die Gäste, die mit Ausflugsschiffen oder Bussen scharenweise in die historischen Gassen entlassen werden, die bei den Anrainern für Unmut sorgen.

„Besucher besser verteilen“
Die Besucherströme will das Land nun besser lenken - siehe Interview unten. Erarbeiten soll das Konzept die Tourismusgesellschaft Destination Donau. Die „Krone“ fragte bei deren Geschäftsführer Bernhard Schröder nach, wie diese Maßnahmen konkret aussehen sollen. „Wir stehen in Kontakt mit den Reiseveranstaltern. Derzeit legen die meisten Schiffe zur gleichen Zeit in denselben Städten an. Hier müssen wir schauen, dass sich das ab der kommenden Saison besser verteilt“, erklärt Schröder.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Gäste verstärkt andere Orte als Dürnstein oder Melk besuchen - wie etwa Aggstein mit seiner malerischen Burgruine oder Weißenkirchen. Auch genaue Informationen über die besten Reisezeiten abseits der Spitzenzeiten werden geboten.

„Miteinander von Gast und Anrainer“
Niederösterreichs Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav sucht Lösung - ein Interview.

„Krone“: Kommt das von Thomas Widrich geforderte Eintrittsgeld für die Wachau?
Petra Bohuslav: Ich kann der Idee einer zusätzlichen Abgabe für die Gäste nichts abgewinnen. Der Großteil der Gäste ist ja selbst aus Niederösterreich, es würde also hauptsächlich unsere Landsleute treffen.

Lässt sich die prekäre Situation für die Anrainer dann überhaupt lösen?
Wir müssen Lösungen finden, um die Besucherströme zu den Spitzenzeiten besser zu lenken, und Touristen besser auf die ganze Wachau verteilen.

Und wie könnten die Maßnahmen aussehen?
Konkrete Pläne werden derzeit erarbeitet. Bis zur kommenden Saison wird ein Konzept erstellt, das die Lebensqualität der Wachauer verbessern soll.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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