So, 22. Juli 2018

Schaf gebissen:

13.07.2018 15:07

Wieder Wolf-Alarm in Unteren Mühlviertel!

Helle Aufregung im Unteren Mühlviertel! Am 12. Juli soll erneut ein Wolf zugeschlagen, in Unterweißenbach ein trächtiges Mutterschaf gebissen haben.

Als der Landwirt Manuel P. von der Arbeit heim kam, machte er die traurige Entdeckung, dass eines seiner trächtigen Schafe eine klaffende Fleischwunde an der Flanke aufweist. Seine Vermutung fiel direkt auf den Wolf. Umgehend verständigte der Landwirt einen Tierarzt, der aufgrund der Schwere der Verletzung zur Notschlachtung riet. Der Wildschadensberater der Landwirtschaftskammer sicherte gemeinsam mit dem zuständigen Referenten der Abteilung LFW/Land OÖ DNA-Spuren, um den vermuteten Wolfsangriff eindeutig nachzuweisen.

Angriff geschah beim Haus
Für den Landwirt kommt erschwerend hinzu, dass der Angriff in unmittelbarer Nähe zum Haus geschah. Der Wolf muss den elektrifizierten Schafzaun übersprungen haben, dies zeigen eindeutige Spuren entlang des Stallgebäudes und rund um das Wohnhaus. Zusätzlich fanden sich noch einige Pfotenabdrücke auf einem nahegelegenen Reitplatz, die sehr wahrscheinlich von einem Wolf stammen - Abfolge und Größe sprechen dafür - so der LK-Wildschadensberater Wolf-Dietrich Schlemper.

Bauern fordernen „gezielte Bewirtschaftung des Wolfs“
Die Landwirtschaftskammer bekräftigt ihre Forderungen nach einer wildökologischen Raumplanung und gezielten Bewirtschaftung des Wolfes nochmals. Nutztierrisse müssen verhindert werden, von der potenziellen Gefahr für den Menschen ganz zu schweigen. Es braucht ein effektives Bestandsmanagement, sodass die ländliche Bevölkerung im Mühlviertel weiß, wie sie mit der Situation umgehen kann.

„Wir fordern dringend ein adäquates Bestandsmanagement, um landwirtschaftliche Nutztiere zu schützen und weitere Schäden einzudämmen. Die Fälle häufen sich, die Notwendigkeit nach solidem Wolf-Management sollte politisch Priorität haben. Es braucht umgehend eine Änderung der EU-Rechtsnormen, um eine praxistaugliche Ko-Existenz von Wolf und Nutztier zu ermöglichen“, appelliert LK-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker eindringlich.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.