Selbstverletzung

Model mit Schnittwunden wirbt für Bikinis

Statt makellosen Models setzt ein Online-Modehaus auf „Normalo“-Girls - oder vielleicht doch nicht ganz: Für ihre neue Bademodenlinie hat Goodbye Bread ein Mannequin ausgesucht, das zahlreiche Narben an Beinen und Bauch aufweist, resultierend aus vergangener Selbstverletzung. Auf Instagram gingen die Wogen sogleich hoch und die Meinungen, ob die Zurschaustellung der Narben gut oder schlecht sei, weit auseinander.

Goodbye Bread macht Mode für Menschen, die unbedingt anders aussehen wollen. Für viele wäre die Kleidung, die von dem Online-Modehaus hergestellt wird, vermutlich nicht tragbar. Um diesem außergewöhnlichen Stil gerecht zu werden, setzt Goodbye Bread schon länger auf Models, die nicht den gängigen 0815-Schönheitsidealen entsprechen und meistens auch an vielen Körperstellen tätowiert sind.

Doch nun sind sie noch einen Schritt weitergegangen. Schließlich wird es ja auch immer schwieriger, bei der wachsenden Konkurrenz der Online-Modehäuser im Gespräch zu bleiben. Dies ist ihnen mit der neuen Bademodenkollektion allerdings gelungen. Womöglich weniger mit den Bikinis, als mit dem Model. Dieses zeigt nämlich seine verheilten, selbstzugefügten Schnittwunden an Bauch und Beinen. Die Instagram-Community musste nicht lange gebeten werden und prompt wurde die Auswahl des Models diskutiert.

Die Meinungen gingen dabei wie üblich weit auseinander. Von Befürwortern bis zu Gegnern war alles dabei. Die einen lobten Goodbye Bread für ihren Mut, auch Models mit Narben zu engagieren, um zu zeigen, dass jeder schön ist. Andere hielten es für einen billigen PR-Gag. Manche waren wiederum der Meinung, dass es eine Verharmlosung der Selbstverstümmelung sei, welcher meistens eine psychische Erkrankung zugrunde liege.

Juli 2018

Was meint ihr zu der Auswahl des Models? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf
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