Edita Malovčić

Wienerin mit Power: Tatort-Star und Musikerin

Schauspielerin Edita Malovčić, auch als Madita bekannt, ist seit 2013 im Hamburger Tatort mit Til Schweiger in der Rolle der Staatsanwältin Hanna Lennertz zu sehen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist die Wienerin auch als Singer-Songwriterin tätig. „Trotz ihres Migrationshintergrundes“ startet sie voll durch und beweist richtige Frauenpower! City4U bat sie zum Interview:

# „Habe mich bewusst für die Musik entschieden“

Musik war von Anfang an ein großer Bestandteil meines Lebens, da mein Vater auch Musiker ist. Es war für mich die natürlichste Sprache, in der ich sprechen konnte, mit der ich in eine andere Welt entfliehen konnte. Meine Musik ist meistens in Zeiten entstanden, in denen ich in schwierigen Phasen war. Es fällt mir dann leichter, Songs zu schreiben. Diese wirken dann wie eine Art Therapie. Musikalisch bewege ich mich gerne nicht nur in einem Genre. Das ist in den ersten drei Madita Alben ganz gut zu hören. Ein Mix aus Pop, Jazz und Electro. Auch interessiert mich, mit meiner Stimme und deren Facetten zu experimentieren, dabei entdecke ich immer wieder Neues.



# In einem Interview sagtest du, dass du ein Autoritätsproblem hast - fühlst du dich manchmal wie eine Rebellin?

Ich glaube, aus der Sturm und Drang Phase bin ich langsam raus, jetzt liegt meine Priorität in der Diplomatie und der Gelassenheit. Meine allgemeine Haltung verändert das aber nicht. Ich bin ein Freigeist, wenn ich mich eingeengt fühle, habe ich den Drang, auszubrechen. Auch wenn es um Ungerechtigkeiten geht oder um mein Kind. Weiters stelle ich in Frage, ob es bei der Kreativität Regeln geben kann, die einem von anderen auferlegt werden können. Das ist etwas sehr Persönliches, da gibt es nur mein richtig oder falsch. Diese Haltung schließt aber nicht aus, dass man sich für die Perspektiven anderer interessiert, deren Sichtweise kann einem auch Türen in andere Richtungen weisen, die wiederum den eigenen Prozess anschieben. Es ist eben ein Austausch und keine Ansage.

# „Man geht davon aus, dass ich gebrochen Deutsch spreche“:  Auch sagtest du, dass oft davon ausgegangen wird, dass du gebrochen Deutsch sprichst, wenn man dich nicht kennt: Wieso denkst du, dass das so ist - war das auch im Musikbusiness schon der Fall?

Ich denke nicht, dass es prinzipiell so ist. Ich habe da von ein paar Erlebnissen berichtet, die mir im Laufe der Jahre so untergekommen sind. Man sollte nie alle in einen Topf werfen, das gilt eben für beide Seiten. In der Musik Szene ist man da viel freier, internationaler unterwegs. In der Filmbranche allerdings  werden mir nach wie vor auf Grund meiner Herkunft die Schranken gewiesen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass man mich nach wie vor sehr selten als Österreicherin in einem Film besetzt.

# Fühlst du dich eher in der deutschen oder serbischen Sprache zuhause?

Ich habe seit ich mich erinnern kann auf Deutsch gedacht, geträumt und auch ausschließlich gesprochen. 

# „Am Roten Teppich schäme ich mich, zu posen“: Hast du dich mittlerweile daran gewöhnt?

Nein, ich glaube, so etwas ändert sich nicht, denn hier geht es um eine gewisse Haltung, die ich habe und zwar Zurückhaltung. Ich kann mit Aufmerksamkeit am besten umgehen, wenn ich auf einer Bühne bin, um etwas zu leisten.

# Was können deine Fans musikalisch in der Zukunft erwarten?

Dass ich immer Musik machen werde. 

# Wenn du einem Tourist einen Ort in Wien empfehlen würdest, welcher wäre das?

Die Loos bar

# Madita - dein Künstlername ist eine Mischung deiner beiden Namen: Ist er auch an die Figur von Astrid Lindgren angelehnt?

Nein, das war Zufall.

Juli 2018

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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