Fr, 19. Oktober 2018

Terrorfinanzierung?

09.07.2018 09:49

Iran will 300 Millionen € in bar einfliegen lassen

Das iranische Regime will 300 Millionen Euro Bargeld von Deutschland in den Iran fliegen lassen. Grund für das Vorhaben, das in Deutschland, den USA und Israel für reichlich Zündstoff sorgt, sind laut Teheran die geplanten scharfen US-Sanktionen gegen den iranischen Finanzsektor. Nun befürchten US- und israelische Geheimdienste, dass der Iran das Geld zur Finanzierung von Terrororganisationen verwendet.

Das Mullah-Regime hat offenbar Angst, dass ihm das Bargeld ausgeht. Man brauche das Geld „zur Weitergabe an iranische Personen, die mangels Zugang zu anerkannten Kreditkarten bei Auslandsreisen auf Euro-Bargeld angewiesen sind“, hieß es.

Geheimdienste der USA und Israels sind alarmiert
Wie die „Bild“ berichtete, sind US- und israelische Geheimdienste alarmiert und befürchten, dass das Bargeld zur Terrorfinanzierung verwendet werden könnte. In der deutschen Bundesregierung heißt es hingegen, dass es keine Hinweise auf eine solche Finanzierung gebe - allerdings könne es bei Bargeld auch schwer konrete Hinweise geben.

Der Plan der Iraner sei laut der Tageszeitung wie folgt: Die Bundesbank - sie führt die Milliarden-Konten der europäisch-iranischen Handelsbank, die dem iranischen Regime gehört - soll 300 Millionen Euro in bar auszahlen und an Vertreter des iranischen Regimes aushändigen. Diese würden das Geld dann an Bord iranischer Flugzeuge in den Iran fliegen.

Verwendet Iran das Geld für Terrororganisationen?
Auch in Deutschland sei man über die iranischen Pläne informiert. Was das Vorhaben allerdings so brisant macht und Israel und die USA verärgern dürfte: Das iranische Regime nutzt immer wieder Bargeld in Euro oder Dollar, um Milizen im Krieg in Syrien oder Terrororganisationen im Kampf gegen Israel zu finanzieren.

Deutschland lässt Millionen-Abhebung prüfen
Deutschland lässt die geplante Geldabhebung nun prüfen. „Diese Prüfungen laufen entsprechend der ganz klaren Vorgaben ab“, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Montag in Berlin. Sie griffen, wenn es um Transaktionen gehe, die mit Blick auf Geldwäsche und Terrorfinanzierungen mit besonderen Risiken behaftet seien.

Damit seien die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Zentralstelle für Transaktionsuntersuchung beauftragt. Ein Sprecher des Außenministeriums ergänzte: „Natürlich ist klar, dass Teil der Prüfung der Bundesregierung auch ist, ob möglicherweise Verletzungen gegen ein Sanktionsregime vorliegen.“

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