Fußball-Bundesliga

Sturm spielt remis in Linz - KSV schlägt Wr. Neustadt 3:1

Steiermark
28.11.2009 19:42
Sturm Graz hat am Samstagabend in der 17. Runde der tipp3-Fußball-Bundesliga eine 2:0-Führung beim LASK noch aus der Hand gegeben und musste sich am Ende mit einem 2:2-Remis begnügen. Viel besser ging's da den Kapfenbergern daheim gegen Wr. Neustadt: Die Gregoritsch-Truppe durfte sich durch zwei späte Treffer am Ende über einen klaren 3:1-Heimsieg freuen!

LASK - Sturm 2:2 (0:2)
Die beiden ÖFB-Teamspieler Jakob Jantscher (4.) und Daniel Beichler (56.) sorgten vor 7.200 Zuschauern für die vermeintliche Vorentscheidung zugunsten der Gäste. Christian Mayrleb (70.) und Roman Wallner (81.) retteten den Oberösterreichern aber noch einen Punktgewinn und stellten wie schon im "Hinspiel", wo die Linzer gar ein 0:3 in ein 3:3 verwandelt hatten, ihre tolle Moral unter Beweis. Den Grazern glückte damit keine optimale Generalprobe vor dem allerdings für den Aufstieg schon bedeutungslosen Europa-League-Gruppenspiel bei Dinamo Bukarest am Mittwoch.

LASK-Trainer Matthias Hamann hatte von seiner Mannschaft nach der bitteren 1:4-Schlappe in Wiener Neustadt eine Reaktion gefordert. Die blieb aber zumindest zu Beginn der Partie aus. Bereits nach der ersten Gäste-Aktion stand es 0:1. Kapitän Andreas Hölzl gab zur Mitte und Jantscher schoss vom 16er überlegt ins Eck ein (4.). Die Linzer waren dadurch doppelt verunsichert, erfingen sich allerdings allmählich und hielten die Partie offen.

Meinungen zu beiden Spielen in der Infobox!

Gefahr ging vor allem von Christian Mayrleb aus, sein Volleyschuss ging doch deutlich am langen Eck vorbei (9.), und ein umstrittenes Abseitstor wurde von Schiedsrichter Lechner nicht gegeben (23.). Zudem schoss Thomas Prager Sturm-Goalie Christian Gratzei aus elf Metern genau in die Hände (36.). Die Grazer wurden vor der Pause nur ein zweites Mal gefährlich, Hölzl ließ zuerst Panis mit einem Haken aussteigen, sein Schuss ging aber drüber (41.).

Nach dem Seitenwechsel verzeichneten die Hausherren beinahe einen Traumstart, ein Florian-Metz-Kopfball, der Gratzei überrascht hatte, sprang von der Latte zurück ins Feld (47.). Danach hatten die Grazer die Partie unter Kontrolle, brachten die Hausherren aber mit einem Eigenfehler zurück ins Spiel. Kandelaki verlor den Ball, Mayrleb zog alleine in Richtung Gratzei und vollendete von der Strafraumgrenze unhaltbar für den Graz-Goalie genau ins lange Eck (70.). Für den Stürmer-Routinier war es bereits der neunte Saison- sowie 183. Bundesligatreffer.

Danach bekamen die heimstarken Hamann-Schützlinge eine "zweite Luft" und waren auch noch erfolgreich. Ein Wallner-Freistoß wurde vom Ellbogen des kurz zuvor eingewechselten Klem unhaltbar für Gratzei ins eigene Tor abgelenkt (81.). Der Ex-Rapidler baute mit seinem 13. Saisontreffer die Führung in der Schützenliste aus. Bereits im ersten Saisonduell hatte der LASK durch Tore von Prager (80.), Saurer (89.) und Margreitter (95.) aus einem 0:3 noch ein 3:3 gemacht.

LASK Linz - SK Puntigamer Sturm Graz 2:2 (0:1). Linzer Stadion, 7.200, SR Lechner.
Tore: 0:1 ( 4.) Jantscher, 0:2 (56.) Beichler, 1:2 (70.) Mayrleb, 2:2 (81.) Wallner (Freistoß).
LASK: Macho - Piermayr, Margreitter (59. Bubenik), Alunderis, Chinchilla-Vega - Metz, Majabvi, Prager, Panis (55. Saurer) - Wallner, Mayrleb.
Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Schildenfeld, Kandelaki - Hölzl (65. Ehrenreich), Muratovic, S. Foda, Jantscher (79. Klem) - Lavric, Beichler.
Gelb: Mayrleb, Alunderis, Majabvi, Metz bzw. Lavric.

KSV - Wr. Neustadt 3:1 (1:1)
Die Kapfenberger begannen ambitioniert und gingen in der 27. Minute in Führung. Milan Fukal war nach einem Freistoß von Markus Scharrer zur Stelle und bezwang Goalie Saso Fornezzi per Kopf. Wiener-Neustadt-Stürmer Sanel Kuljic, der gegen den LASK am Mittwoch noch vier Tore erzielt hatte, spielte am Samstag eher unauffällig, doch auch ohne seine Treffer übernahmen die Niederösterreicher mit Fortdauer der ersten Hälfte immer mehr das Kommando.

Der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit, das Tor selbst aber eher ein Zufallsprodukt. Patrick Wolf köpfelte in der 37. Minute an die Stange, das Spielgerät gelangte danach über Umwege zu Mario Reiter, der direkt abzog. Der Ball touchierte das Gesäß von Kapfenberg-Verteidiger Robert Schellander, der unhaltbar für Tormann Raphael Wolf abfälschte. Drei Minuten später sorgte Patrick Wolf (40.) beinahe für die Führung der Gäste, schoss aber erneut an die Stange.

Die Partie bot vor allem nach der Pause kaum fußballerische Glanzpunkte, zwei Ausschlüsse waren die Höhepunkte. Wenige Augenblicke vor der Pause flog Wiener Neustadts Wolfgang Klapf (44.) wegen wiederholten Foulspiels vom Platz. Kapfenberg versuchte danach, Druck zu machen, Trainer Werner Gregoritsch brachte Stürmer Deni Alar. Doch Kapfenbergs Manuel Schmid geriet in der 64. Minute in einen Disput mit Christian Ramsebner und wurde für seinen Kopfstoß vom sonst schwachen Schiedsrichter Bernhard Brugger zu Recht mit Rot vom Platz gestellt.

Nachdem die numerische Gleichzahl wiederhergestellt war, entwickelte sich bei zehn gegen zehn ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Steirer die glücklichere Mannschaft waren. Srdjan Pavlov, in der 79. Minute für den verletzten Alar eingewechselt, sorgte in der 85. Minute für die Führung, Robert Schellander (92.) in der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand.

SV Kapfenberg Superund - SC Wiener Neustadt 3:1 (1:1). Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion, 3.000, SR Brugger.
Tore: 1:0 (27.) Fukal, 1:1 (37.) Reiter, 2:1 (85.) Pavlov, 3:1 (92.) Schellander.
Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Schönberger, Fukal, Schellander - Schmid, Siegl, Majstorovic (52. Alar/79. Pavlov), Sencar - Scharrer, Kozelsky (81. Hüttenbrenner).
Wiener Neustadt: Fornezzi - Ari, Kostal, Ramsebner, Klapf - Wolf, Reiter, Gercaliu, Simkovic (67. Burgstaller) - Aigner (80. Grünwald), Kuljic (85. Kurtisi).
Rot: Schmid (64./Tätlichkeit); Gelb-Rot: Klapf (44./Wiener Neustadt); Gelb: Siegl, Gansterer, Schmid, Schellander, Hüttenbrenner bzw. Gercaliu, Fornezzi.

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