"Es vergeht kein Wochenende, an dem wir nicht Opfer von Schlägereien zusammenflicken müssen", heißt es im LKH Villach. "Das ist skandalös!", ärgert sich Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter: "Wir bekommen sicherlich mehr schwierige Asylwerber zugeteilt als andere Gemeinden. Denn beim Land weiß man: Mehr Ausländer bedeuten mehr Probleme."
Videokamera, die gar nicht funktioniert
Doch nicht nur vom Land, auch vom Innenministerium fühlen sich Villachs Stadtpolitiker im Regen stehen gelassen: Die extra zur Gewaltbekämpfung angekaufte Videoüberwachung in der Lederergasse ist seit einem Jahr defekt.
Für Manzenreiter unverständlich, dass die Anlage nicht repariert wird, denn die Gasse sei vom Innenministerium als "Gefährdungsbereich" eingestuft worden. Fraglich ist nur, ob die Kameras auch abschreckend genug wirken. Obwohl Villachs Polizisten bisher beinahe jeden Schläger festnehmen haben können, sind die Jugendlichen von neuen Gewalttaten kaum abzuhalten.
Im Rahmen der Online-Umfrage auf kaerntnerkrone.at spricht sich der Großteil der User für härtere Strafen als einzig probates Mittel aus, um wieder Ruhe in die Innenstadt zu bringen. Auch mehr Polizeipräsenz wird gewünscht. Und lediglich eine Minderheit der User sieht Überwachungskameras als "Wunderwaffe" gegen die Gewalt. Bleibt abzuwarten, wie die Stadtväter reagieren werden, immerhin wollen sie ja die Lederergasse beleben.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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