Sa, 18. August 2018

In Aigen

03.07.2018 09:45

Schon wieder Bombenfund nahe Kindergarten

Rund ein halbes Jahr nach dem spektakulären Fund einer 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Stadtteil Aigen hat die Polizei in der Nähe der Fundstelle nun einen weiteren Blindgänger entdeckt. Erneut muss ein umliegender Kindergarten daher während der Entschärfung am Mittwoch evakuiert werden.

Wie die Polizei am Montag Anrainer informierte, wurde in der Nachbarschaft des englischsprachigen Kindergartens „English Play Corner“, nahe der Furtwänglerpromenade im Stadtteil Aigen, erneut eine alte Weltkriegsbombe im Boden entdeckt. Die Gegend um die Fundstelle wird daher am morgigen Mittwochnachmittag großräumig abgesperrt, damit Expertenteams den Blindgänger in Ruhe entschärfen können. Auch der Kindergarten ist wieder von der Maßnahme betroffen, weswegen Eltern ihren Nachwuchs an diesem Tag früher abholen müssen. Anrainer wurden zudem gebeten, während der Arbeiten unbedingt in ihren Häusern zu bleiben.

Die Polizei äußerte sich zu dem neuerlichen Fund am Montag gegenüber der „Krone“ nur zurückhaltend. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nur bestätigen, dass am Mittwoch im Nahbereich der alten Fundstelle erneut Grabungen stattfinden werden“, so Polizeisprecherin Karin Temel. Die umliegende Gegend wird während der Arbeiten entsprechend abgesperrt. Noch im Laufe des Nachmittages soll der Einsatz aber bereits wieder abgeschlossen sein. Die Kindergarten-Leiterin Christiane Nowotny wollte sich nicht gegenüber der „Krone“ äußern, ein betroffener Vater, der aber nicht namentlich genannt werden möchte, berichtet, dass die Eltern schriftlich am Montag informiert worden sind, dass sie ihren Nachwuchs am Mittwoch bereits um 13.45 Uhr abholen müssen.

Erst im November musste der dortige private Kindergarten nach dem zufälligen Fund einer alten Fliegerbombe evakuiert werden. Zwischen 1944 und 1945 sind bei insgesamt 15 Angriffen rund 9200 Bomben über Salzburg abgeworfen worden - es detonierten allerdings nicht alle. Viele werden noch als Blindgänger unter der Erde vermutet. Bei dem Fund im Vorjahr waren Arbeiter bei Grabungen zufällig auf die Bombe gestoßen - Evakuierung und Bergung klappten damals reibungslos.

Wird ein Relikt zufällig gefunden, übernimmt der Staat die Bergungskosten. Wenn aber aktiv danach gesucht wird, müssen die Grundbesitzer zahlen.

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