Sa, 15. Dezember 2018

Rückkehr der Legionen:

29.06.2018 14:00

„Salve“, alte Römer, im Donautal!

Vor 1800 Jahren wachten sie an der Donau und schützten die Provinz Noricum vor Feinden - im Zuge der Oberösterreichischen Landesausstellung „Rückkehr der Legionen“ sind sie ab heute wieder zurück!

Und wie zuvor in Enns, ihrem einstigen Lauriacum, heißen sie uns ab heute auch im damals vermutlich Ioviacum genannten Schlögen und in ihrem alten „Stanacum“ in Oberranna in der Gemeinde Engelhartszell mit dem alten römischen Gruß „Salve“ willkommen.

Das Schlögener Kastell
100 bis 150 Soldaten waren in Schlögen in einem um 170 nach Christus erbauten Kastell stationiert. „Das Herzstück des Römerparks Schlögen ist das gut erhaltene römische Bad, das zum Eintauchen in die antike Welt von Architektur, bewundernswerter Technik und römischer Lebensfreude einlädt“, so Stefan Traxler, wissenschaftlicher Leiter der Landesausstellung. Ihre Badekultur wollten die Römer nirgendwo missen.  „Die Bäder, der Wein und die Liebe verderben unsere Körper - aber sie machen das Leben erst aus“, steht am Grabstein eines gewissen Tiberius Claudius Secundus…

Kleinod „Quadriburgus“
Nur gut zwei Dutzend Römer dienten im Kastell von Stanacum, doch der Quadriburgus von Oberranna, wie das Kleinkastell wegen seiner vier Türme genannt wird, ist das am besten erhaltene Römerbauwerk Oberösterreichs. Eine dreigeschoßige Befestigungsanlage mit zehn Meter hohen Mauern, einer vollständig erhaltenen, beheizbaren Badewanne und einem Wandverputz, an dem sich ein Römer seinerzeit mit Fingerabdrücken verewigte…
Ein archäologisches Kleinod. Zufällig entdeckt  und weitgehend freigelegt erst  im Vorjahr nach dem Abriss eines  vor Jahrhunderten über dem Kastell erbauten Gasthofs, wodurch der Burgus, der noch einige Geheimnisse birgt,  vor dem Verfall bewahrt wurde.

Weltkulturerbe 2019
Für den früheren Landtagspräsidenten und ehemaligen Engelhartszeller Bürgermeister Friedrich Bernhofer - „die Römer haben uns schon als Kinder begeistert“ - geht damit ein jahrzehntelanger Traum in Erfüllung, der 2019 mit der Erklärung dieses Teiles des römischen Donaulimes zum UNESCO-Weltkulturerbe seine Krönung finden soll.

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