Mo, 22. Oktober 2018

Kurioser Einsatz

28.06.2018 05:15

Katze steckte in Motorraum: „Mein Auto hat miaut!“

Einen kuriosen Einsatz gab es am Mittwochabend für die Feuerwehr in Traun. Ein Autofahrer war direkt ins Feuerwehreinsatzzentrum gekommen, weil er aus seinem Auto ständig ein Miauen hörte. Der Ursache war tierischer Natur: Im Motorraum steckte ein kleines Kätzchen hilflos fest, das die Feuerwehrleute dann aber befreien konnten. 

„Wir sind gerade im Garten gesessen, als plötzlich lautes Miauen zu hören war, das nicht mehr aufgehört hat“, erzählte der Fahrzeugbesitzer den Trauner Feuerwehrleuten. Nach einiger Zeit sei er schließlich den Katzenschreien nachgegangen - zu seiner Überraschung kamen diese direkt aus dem Motorraum seines Fahrzeugs. Verdutzt habe er die Motorhaube geöffnet und mit einer Taschenlampe hineingeleuchtet. „Da hab‘ ich dann direkt in die verzweifelten Augen eines eingeklemmten Katzenbabys geschaut, das stark verschmutzt und verängstigt war“, so der Autobesitzer. Daraufhin sei dann schnurstracks zur Feuerwehr gefahren.

Missliche Lage
Dort wurde ihm auch umgehend geholfen. Einer der anwesenden Feuerwehrleute, Dominik Schönberger, ein ausgebildeter Automechaniker, kümmerte sich um den tierischen Notfall.
Das Fahrzeug wurde kurzerhand auf eine Montagegrube gestellt, von wo aus der Motorraum von unten entsprechend leicht geöffnet und Teile abgeschraubt werden konnten, sodass die kleine Mieze erreicht werden konnte. Der Rest ging schnell - der Stubentiger war rasch aus seiner misslichen Lage befreit und in entsprechende Obhut gegeben, wo man sich nun in erster Linie um seine Gesundheit kümmert, aber auch auf die Suche nach eventuellen Besitzern macht.

Blinder Passagier
Feuerwehrmann und Katzenretter Dominik Schönberger strahlte nach seinem Einsatz vor Freude: „Man konnte am Miauen des Katzenbabys direkt seine Erleichterung darüber hören, dass es aus der verzwickten Lage befreit worden ist.“ Seine Einschätzung: „Aufgrund des Zustands des Kätzchens ist es durchaus möglich, dass es schon etliche Stunden im Motorraum festgesessen hat und als blinder Passagier unterwegs war.“
Der Autobesitzer zeigte sich ebenso glücklich über das Happy End. Für die Mieze gab es übrigens zunächst eine Dusche und eine Extraportion Futter.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner

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