Do, 19. Juli 2018

In Berndorf

28.06.2018 08:00

Standort für Recyclinghof fix

Eineinhalb Jahre suchte die Flachgauer Gemeinde Berndorf nach einem neuen Platz für den Altstoffsammelhof. Die Zeit drängte, da der Pachtvertrag auf dem derzeitigen Standort ausläuft, der Grund im Oktober übergeben wird. Jetzt hat der Ort eine ideale Fläche gefunden.Gebaut wird trotzdem nicht: Es finden sich keine Firmen.

Als vor zwei Jahren vom Besitzer angekündigt wurde, den 2018 auslaufenden Pachtvertrag des Altstoffsammelhofs in Berndorf nicht mehr zu verlängern, machte sich die Gemeinde auf die Suche nach einem neuen Standort. „Das war nicht einfach. Einige Kriterien gilt es ja dafür zu berücksichtigen“, sagt Bürgermeister Josef Guggenberger. Zahlreiche Grundstücke wurden begutachtet und angefragt. Direkt beim Gewerbegebiet wurde jetzt das perfekte Areal dafür gefunden und auch eine Einigung mit den Besitzern ist bereits erfolgt. „Der Standort ist sehr Zentrums-Nahe, was lange Verkehrswege verhindert. Es wird dort auch kaum jemand gestört“, erklärt der Ortschef und fügt an: „Man kann sich ja vorstellen, dass in einem 1700 Einwohner-Ort beim Recyclinghof einiges los sein wird.“ Der Pachtvertrag wurde auf 30 Jahre abgeschlossen, inklusive der Option einer Verlängerung. Eigentlich sollte schon bald mit dem Bau begonnen und mit 1. November eröffnet werden. „Aber auf Grund der guten Wirtschaftslage findet man keine Baufirmen die noch Kapazitäten haben“, sagt Guggenberger. So muss es in der Zwischenzeit eine provisorische Lösungen dafür geben. Diese wurde bereits gefunden: Am ehemaligen Gelände des Lagerhauses entsteht ein Recyclinghof auf Zeit. Im Frühjahr soll dann der neue stehen. Kosten: 600.000 bis 700.000 Euro. Eine Fläche von 2000 Quadratmetern steht dafür zur Verfügung.

Ein weit größeres Areal - 3,1 Hektar - konnte die Gemeinde für das Baulandsicherungsmodell 2 ergattern. In bester Lage werden 42 Parzellen für Einheimische zur Verfügung gestellt. Die Erstellung des Projekts befindet sich in der Endphase. „Wir hoffen, dass wir die Gründe um knapp unter einhundert Euro pro Quadratmeter vergeben können“, so der Bürgermeister. Die Vergabe wird bald beginnen.

Felix Roittner
Felix Roittner

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