Mi, 19. September 2018

Diözesan-Jubiläum

24.06.2018 18:28

8000 kamen zur Heiligen Messe im Grazer Stadtpark

Bei kühlem, aber freundlichem Wetter setzte die steirische Kirche am Sonntag ein kraftvolles Lebenszeichen: 8000 Gäste kamen in den Stadtpark, um den 800er der Diözese Graz-Seckau mit einem von Bischof Wilhelm Krautwaschl geleiteten Jubiläumsgottesdienst zu feiern.

Festivalstimmung herrschte Sonntagvormittag im Grazer Stadtpark, in den von allen Seiten das Kirchenvolk strömte: Taschenkontrollen, Dixieklos im Eingangsbereich und verführerische Grillschwaden, die von den Gastro-Standln über die Menge zogen.

18 Bischöfe und 145 Priester
Etwa 8000 Gäste nahmen rund um die schneeweiße Bühne Platz. Ganz vorne die politische Prominenz des Landes, Seite an Seite mit den kirchlichen Würdenträgern: Kardinal Christoph Schönborn und 17 weitere Bischöfe, darunter die Steirer Johann Weber, Franz Lackner und Hermann Glettler. Eindrucksvoll auch die weiteren Zahlen: 28 Diakone, 145 Priester, 118 Kommunionhelfer, 115 Ministranten, 30 Weihwasserschalenträger.

Die Messe las Bischof Wilhelm Krautwaschl mit engen Freunden aus dem In- und Ausland. Neben dem Seckauer Prior Johannes Fragner und dem Kindberger Pfarrer Andreas Monschein kamen auch Bischöfe aus Brasilien und Südkorea zu Wort. Papst Franziskus schickte - von Kreuzschwester Gertraud Harb verlesene - Grußworte aus Rom. Er sah die steirische Kirche in der Obhut „unserer lieben Frau von Mariazell“ bestens aufgehoben.

Für die luxuriöse Klangkulisse sorgten neben den Singvogerln im Stadtpark 220 prachtvolle Chorstimmen, begleitet vom exzellenten Jugendblasorchester der NMS in Wies. Domkapellmeister Josef M. Doeller dirigierte dabei hauptsächlich moderne, leicht jazzig eingefärbte Arrangements, die nicht nach jedermanns Geschmack waren.

Schonungsloses Schuldbekenntnis
Angetan zeigten sich viele der Zuhörer von den schonungslosen Worten des Schuldbekenntnisses am Beginn der Messe. Professor Helmut Loder von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Graz benannte die Sünden der Kirchengeschichte, von der Gegenreformation über die Bekämpfung des Judentums bis zum „christlichen“ Ständestaat der Zwischenkriegszeit. „Religion, Kultur und Brauchtum schaffen Identität. Identität schafft Grenzen“, so Loder, der vor der Gefahr warnte, „sich von fremdenfeindlichen Stimmungen mitreißen zu lassen.“

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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