Mi, 18. Juli 2018

Maggies Kolumne

22.06.2018 09:02

Wilde Bestien

Reißende, menschenfressende, gefährliche Scheusale werden als Bestien beschrieben. Dahinter verbergen sich nicht nur Tiere wie der Wolf, der leider in unzähligen Mythen als Meister Isegrim beschrieben wird und unschuldigen Kindern auflauert. Sondern auch Menschen.

Zwei Meldungen haben mich diese Woche erschauern lassen. Haben mir den Hals zugeschnürt und Tränen in die Augen getrieben: In Indien haben Männer bei Straßenbauarbeiten einen schlafenden Hund einfach mit heißem Asphalt überschüttet. Die Hälfte des Körpers steckte in der dampfenden, schwarzen Masse - das Tier hatte keine Chance sich daraus zu befreien. „Ich habe gehört, wie der Hund qualvoll jaulte und wollte helfen“ so eine Anrainerin. Doch die Arbeiter kannten keine Gnade. In der Türkei wurde in einem Wald ein Welpe gefunden, dem die Beine und der Schwanz abgeschnitten worden waren. Dieses junge Lebewesen kämpfte zwei Tage gegen den Tod. Doch sein kleiner Körper konnte diese Qualen nicht ertragen...

So brutal, grausam und scheußlich agieren Tiere nicht. So viel Aggression und Unmenschlichkeit bringen nur Menschen zu Stande. Menschen, die man trotz allem bemitleiden muss. Denn es fehlt ihnen an Empathie! Der Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen und Emotionen anderer Lebewesen nachvollziehen zu können. Mitleid, Trauer oder Hilfsbereitschaft sind für solche Menschen Fremdwörter. Ja, beides passierte weit weg von Österreich. Doch auch bei uns werden Fälle von solch brutaler Tierquälerei immer mehr. Wir alle müssen darauf achten, dass Empathie nicht verloren geht - gegenüber Menschen und Tieren.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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