Neues Kunstprojekt

„Peace Sofas“ sollen Polarisierung reduzieren

Vom 21. bis 27. Juni 2018 findet im MuseumsQuartier Wien eine außergewöhnliche Kunstinstallation statt, deren Ziel es ist, eine zunehmend polarisierte Gesellschaft zum gemeinsamen Dialog herauszufordern. Im Mittelpunkt stehen sogenannte „Peace Sofas“, die aus jeweils zwei verschiedenen Hälften neu zusammengesetzt wurden und die konträren Meinungen zu polarisierenden Themen präsentieren. Darauf fanden Gespräche zwischen Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten statt, die gefilmt wurden.

Extremismus ist in den letzten Jahren angestiegen, Fake News und Shitstorms sind allgegenwärtig. Vor allem die Gesprächskultur und Menschlichkeit in Online-Foren und auf Social Media lässt teilweise zu wünschen übrig. Das wollen die „Peace Sofas“ ändern und Personen mit konträren Meinungen dabei helfen, miteinander in Dialog zu treten und sich gegenseitig zuzuhören. „Wir wollen Leute zusammenbringen, statt sie zu trennen“, sagt Lukas Zorad, Programmkoordinator der Kunstinstallation.

Jedes Sofa wurde in die Hälfte geschnitten und wieder zusammengenäht. Jede Seite repräsentiert dabei zwei konträre Meinungen zu Themen, die stark polarisieren, wie Flüchtlinge, Feminismus, Abtreibung und Obdachlose. Dass die beiden Sofas wieder zusammengenäht wurden, soll zeigen, dass Reden hilft und verbinden kann. Die Gespräche, die über diese Themen geführt wurden, wurden aufgezeichnet und sind, wenn man am jeweiligen Sofa sitzt, zu hören. Dies soll einem dabei helfen, sich in die Meinung eines anderen Menschen besser hineinversetzen zu können.

„Miteinander zu sprechen ist der beste Weg, um Polarisierung zu reduzieren und die ,Peace Sofas‘ sollen Menschen dazu inspirieren, miteinander zu reden“, sagt Doug Burnett, der Initiator des Projekts. Die „Peace Sofas“ werden noch bis zum 27. Juni an verschiedenen öffentlich zugänglichen Orten im MQ zu besuchen sein. Danach werden die Sitzplätze für einen guten Zweck versteigert.

Auch ein Online Film über die „Peace Sofas“ wurde gedreht und dieser endet mit einer klaren Botschaft: ein Gespräch mit einer Person, die eine konträre Meinung vertritt, eröffnet beiden Gesprächspartnern eine neue Sichtweise. Teil der Kampagne ist zugleich ein Online-Manifest, wo Dialogwillige mit ihrer Unterschrift bekräftigen, dass sie aktiv das Gespräch mit anderen suchen, die unterschiedlicher oder konträrer Meinung sind.

Juni 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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