Sa, 20. Oktober 2018

Angriff aus Palästina

17.06.2018 08:54

Israel wehrt sich mit Drohne gegen Feuer-Ballons

Die israelische Armee hat am Samstag im Gazastreifen mit einer Drohne Palästinenser beschossen, die gerade dabei waren, Anschläge mit Feuer-Ballons vorzubereiten. Mit den Fluggeräten, die mit Brandsätzen bestückt werden, richten Palästinenser großen Schaden an: Seit Beginn der Proteste Ende März gab es 300 Brände, die so verursacht wurden.

Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurden zwei Männer östlich des Flüchtlingslagers Bureij durch die Drohnenschüsse verletzt.

Seit Wochen gehen Palästinenser mit einer billigen, aber effektiven Waffe gegen ihren Nachbarn vor: Ein Ballon oder Drachen wird mit Brandsätzen bestückt und aus dem Gazastreifen über die Grenze nach Israel geschickt, um dort Ernten zu vernichten. 

In Israel mussten nach Angaben eines Feuerwehrsprechers am Samstag rund 20 Feuer gelöscht werden, die durch brennbare Ballons und Drachen aus dem Gazastreifen entfacht wurden. Seit Beginn der Proteste am Grenzzaun Ende März habe es insgesamt mehr als 300 Brände gegeben.

130 Palästinenser getötet, keine Verluste in Israel
Seit Ende März protestieren immer wieder Palästinenser an der Grenze des Gazastreifens. Dabei versuchten Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee auch wiederholt, Soldaten an der Grenze anzugreifen oder auf israelisches Territorium vorzudringen. Seit Beginn der Proteste tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mindestens 130 Palästinenser. Auf israelischer Seite gab es keine Toten.

Israel beruft sich auf sein Recht auf Selbstverteidigung und die Abwehr illegaler Grenzübertritte. Am Mittwoch hatte die UN-Vollversammlung Israel für die „exzessive“ Gewalt gegen palästinensische Zivilisten im Gazastreifen verurteilt. 120 von 193 Ländern stimmten für die vor allem von arabischen Staaten gestützte Resolution. Die USA scheiterten zugleich mit einem Antrag, mit dem die radikalislamische Hamas für die Gewalt verurteilt werden sollte.

 krone.at
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