Mo, 10. Dezember 2018

Nach Unwettern

17.06.2018 07:00

Das Aufräumen wird noch Monate dauern

Die Steiermark kann durchatmen: In den nächsten Tagen soll es keine Unwetter geben. Gut ist das auch für all jene, die mit dem Aufräumen nach den Katastrophen der vergangenen Wochen beschäftigt sind. Die Arbeiten werden sogar noch Monate dauern, meint etwa Erwin Gruber, der Bürgermeister von Gasen. Dort sind ja seit Freitag mehr als 50 Bundesheer-Soldaten im Einsatz.

„Die Arbeiten laufen plangemäß“, berichtete Gruber, als ihn die „Steirerkrone“ am Samstag mitten im Katastrophengebiet erreichte. „Auch die Wildbach- und Lawinenverbauung unterstützt uns.“ Das ist auch notwendig: Die Schäden sind groß, die Zeit drängt. Gräben und Bäche müssen rasch freigeräumt werden, solange das Wetter stabil ist.

Bitter ist die Sperre der Landesstraße nach Birkfeld (Gruber: „für uns eine Lebensader“), die noch Wochen dauern dürfte. Ein Lichtblick: Fünf Gehöfte, die zwei Tage lang abgeschnitten waren, sind wieder erreichbar. Gruber bleibt optimistisch: „Es ist eine schwierige Situation. Wir kriegen sie aber in Griff.“

Ein Haus bleibt unbewohnbar
Die Gemeinde St. Lorenzen am Wechsel ist bereits seit fast 14 Tagen Katastrophengebiet. „Die Aufräumarbeiten werden noch Wochen dauern“, sagt Bürgermeister Hermann Pferschy. In den Wäldern sind ganze Hänge mit Bäumen weggerutscht, eine Straße ist gesperrt (kann aber umfahren werden). Ein Haus in der Gemeinde wird wohl unbewohnbar bleiben.

Keine Unwetter in Sicht
Angesichts der Schrecken der jüngsten Zeit tut der Wetterausblick gut: „Es sind keine Unwetter zu erwarten“, berichtet ZAMG-Meteorologe Christian Stefan. Heute, Sonntag, kann es einzelne Regenschauer geben, morgen ist dann vor allem der Norden betroffen.

Dienstag und Mittwoch sollten freundlich werden, am Donnerstag sind sogar wieder an die 30 Grad möglich. Das bedeutet aber auch: Die Gefahr von Wärmegewittern kehrt zurück…

Jakob Traby
Jakob Traby
Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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