Di, 20. November 2018

Bei Geburt vertauscht

15.06.2018 09:32

Klinik-Irrtum: 72 Jahre in falscher Familie gelebt

Erst 72 Jahre nach ihrer Geburt fand Denise Juneski aus dem US-Staat Minnesota heraus, dass sie in der falschen Familie groß wurde: Eine Klinik hatte die Amerikanerin versehentlich 1945 vertauscht, wie DNA-Tests nun nachwiesen. Jetzt spürte Juneski jene Frau auf, die bei ihren leiblichen Eltern aufwuchs.

Ihr ganzes Leben hatte sich Denise gewundert und gefragt, warum sie die einzig Brünette unter lauter Rothaarigen in der Familie war. Und warum alle ihre Geschwister sowie auch ihre vermeintlichen Eltern hervorragende Sportler waren, nur sie für Softball oder Leichtathletik überhaupt kein Talent hatte.

„Ja, ich hatte manchmal wirklich das Gefühl, dass ich da irgendwie nicht dazu gehörte“, sagt sie noch heute. Ähnlich erging es Linda Jourdeans - nur war es bei ihr genau umgekehrt. Sie war eine Sportskanone in einer unsportlichen Familie, die Einzige mit feuerroten Haaren unter lauter Brünetten und Dunkelblonden.

Erst DNA-Test brachte Wahrheit ans Tageslicht
Erst nach Jahrzehnten entdeckten die beiden Frauen den wahren Grund über ihre Herkunft: Denise hatte einen DNA-Test machen lassen, und dabei stellte sich heraus, dass keinerlei Übereinstimmung mit ihren Eltern oder anderen Verwandten bestand.

Eine genetische Übereinstimmung gab es bei einem Abgleich im Archiv mit einer jungen Frau aus einem Nachbarort, die sich ebenfalls hatte untersuchen lassen. Es war eine Nichte von Linda Jourdeans. Denise Juneski nahm Kontakt zu ihr auf, und beide stellten fest, dass die Tante der Frau am selben Tag (19. Dezember 1945) in der Bethesda-Klinik in St. Pauls zur Welt gekommen war. Denise wurde morgens um 2.15 Uhr, Linda 31 Minuten später geboren.

Verwechslung als großes Geschenk
Ihre vermeintliche und Lindas echte Mutter, Marianne Mayer, ist inzwischen 99 Jahre alt und war fassungslos, als sie jetzt von dem lebenslangen Irrtum erfuhr, und ihr die falsche Tochter jetzt die richtige vorstellte. Zum Glück gab es für alle drei ein Happy End - sie sind nun beste Freundinnen. Am Anfang sei es ein Schock für sie gewesen, als sie das Ergebnis des Tests bekommen habe, erinnert sich Denise Juneski. Heute sagt sie: „Es war ein Geschenk!“

Kronen Zeitung

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