Mi, 15. August 2018

Freie Fahrt für Lkw

11.06.2018 07:40

Vor Gipfel: Bayern will Nachtfahrverbot lockern

Tirol soll das Lkw-Nachtfahrverbot lockern: Diesen Vorschlag bringt die bayrische Verkehrsministerin  Aigner im Vorfeld des morgigen Brennergipfels ins Spiel. „Inakzeptabel“, sagt  LH Günther Platter. Das Transitforum lädt Aigner ein, sich   in Tirol, vom  größten Luftsanierungsgebiet Europas, ein Bild zu machen.

Beim Transitgipfel morgen in Bozen soll beraten werden, wie der zunehmende Transitverkehr über den Brenner eingedämmt bzw. auf die Schiene verlagert werden kann. Für Ministerin Aigner ist die Lockerung des seit 1989 in Nordtirol geltenden Lkw-Nachtfahrverbots eine Möglichkeit dazu: Damit könnte eine bessere Verteilung des Lkw-Verkehrsaufkommens rund um die Uhr ermöglicht werden.

Aigner wird anstelle des deutschen Verkehrsministers Scheuer am Gipfel teilnehmen. Dieser sagte - wie berichtet - kurzfristig ab. Für LH Günther Platter ist der Vorschlag inakzeptabel: Eine Aufweichung des Nachtfahrverbots führe unweigerlich dazu, dass noch mehr Lkw den Weg durch Tirol nehmen. „Unser Ziel ist klar: Die Straße muss als Transportweg teurer werden, die Schiene attraktiver. Eine andere Lösung gibt es nicht“, sagt Platter.

Tirol fordert eine Korridormaut auf der 400 Kilometer langen Strecke von München bis Verona. Dazu sollen Italien und Deutschland die Gebühr auf das Tiroler Niveau von 80 Cent pro Kilometer anheben, vier Mal mehr als bisher.  Platter  droht beim Scheitern des Gipfels mit weiteren Notmaßnahmen. „Weitermachen wie bisher wäre fahrlässig. Das möchte und kann ich nicht verantworten.“

Auch das Tansitforum Austria reagierte: Falls Aigner den Vorschlag in Bozen  tatsächlich aufs Tapet bringen wolle, solle die Ministerin  „sich die Reise nach Bozen  sparen“ und sich stattdessen „in die europa- und nationalrechtlichen Vorgaben zum Schutz der Bevölkerung und Wirtschaft in begrenzten Alpentälern einlesen“, sagt  Fritz Gurgiser. Und sie solle  sich in Tirol    ein Bild   machen, „wie es uns im größten Luft- und Lärmsanierungsgebiet Europas geht“.

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