Trend:

Immer mehr Teenager holen sich Lebenstipps im Netz

Immer mehr junge Menschen tummeln sich auf Social Media, die meisten von ihnen sind dabei jedoch nicht nur auf der Suche nach schönen Fotos, sondern immer öfters auch nach Lebenstipps und Hilfestellungen. Zahlreiche Instagrammer profitieren davon. Auch finanziell.

Bei Akne wäre ein Arztbesuch empfehlenswert, immer mehr Teenager ziehen jedoch statt einem Professionisten die Hilfe-Suche im Internet vor. In den letzten Jahren hat sich vor allem YouTube als Anlaufsstelle für Ratschläge etabliert. Dabei geht es neben Beauty-Themen auch über Tipps zum Handwerkern bis hin zum richtigen Umgang mit Mobbern in der Schule.

Nun steigt jedoch auch die Instagram-Nutzung in punkto Tipps und Tricks. Ein Highlight, vor allem für Beauty-Blogger. 

Reichweiten-Explosionen
Mit Lebenshilfen zu Themen wie Akne, Beliebtheit an der Schule, Mobbing oder Frisuren haben Thread-Accounts laut „The Atlantic“ in den letzten sechs Monaten eine Reichweiten-Explosion verschafft und sind in letzter Zeit auf Hunderttausende Follower angewachsen.

Meist werden sie von älteren Teenagern geführt und erreichen binnen kürzester Zeit zum Hit. In den USA etwa besonders beliebt: selfcoveselfcarethreadsglowinthreads oder selfcaresis.

Algorithmus wird durch Markierungen begünstigt
Das rasche Wachstum solcher Accounts lässt sich darauf zurückführen, dass Teenager sich bei Tipps gegenseitig markieren um Freunde daraufhinzuweisen, welche sich für einen solchen Tipp interessieren könnten. Eine solche Interaktion begünstigt widerrum den Algorithmusder Plattform. 

Der Account selfcove etwa ist erst seit Januar 2018 online, hat über 174.000 Abonnenten und verzeichnet auf mehrere Posts über 20.000 Likes. Auch in Deutschland und Österreich gibt es nun vermehrt solche Lebenshilfe-Threads. 

Geld-Quelle Internet
Auch zahlreiche Unternehmen haben diesen Trend bereits erkannt und investieren entsprechend immer mehr in Online-Werbung und Blogger-Relations. Eine gefährliche Wende, kann es so durchaus passieren, dass Produkte aus finanziellen Motiven beworden werden, die selbst noch gar nicht vorab getestet wurden. Einige Influencer geben sogar offen an, dass man sie wegen Promotions kontaktieren könne.

Vielleicht zukünftig also doch mal lieber die beste Freundin um Tipps oder Ratschläge fragen?

Juni 2018

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Julia Ichner
Julia Ichner

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