Digital Detox

Neue Camps: Auf Entzug von Social Media und Co.

Das moderne Entgiften betrifft heute weder Alkohol noch Drogen, sondern die digitalisierte Welt. Das Smartphone ist immer dabei, man ist immer erreichbar und wenn sich gerade keiner meldet, ist man auf Instagram und Co. unterwegs. Die virtuelle Welt ist für manche wichtiger geworden, als die Realität. Immer mehr Menschen gehen deshalb  mehr und weniger freiwillig in Digital-Detox-Camps, um der Social-Media-Welt für eine Zeit zu entfliehen und wieder einen normalen Umgang damit zu lernen.

Für viele Smartphone-Nutzer mag es vielleicht sogar einfach klingen, sich eine Auszeit davon zu gönnen. Doch nach ein paar Stunden merken sie, dass es ohne Smartphone eigentlich gar nicht mehr geht. Wir bleiben in Kontakt mit Familie und Freunden, lesen E-Mails aus dem Büro, bestellen sich neue Schuhe, schlagen eine Route nach, kontrollieren, ob das Wetter sonnig bleibt, lesen die Nachrichten, schauen Netlix und so vieles mehr. Nahezu alles läuft über das kleine elektronische Ding in unserer Hand.

Wir sind es gewöhnt, dass wir jederzeit mit jedem in Kontakt treten können, alles beliebige nachschlagen können und immer erreichbar sind. Den meisten wird das auch zu viel, trotzdem ist es schwer, aus eigener Kraft das Smartphone auszuschalten. Die Technologie ist dabei nicht das Problem, sondern der Umgang mit ihr. Für Menschen, die damit Schwierigkeiten haben, werden Digital Detox Camps angeboten. An einem Wochenende, an dem das Smartphone ausgeschaltet bleibt, lernt man, wieder die richtige Balance zwischen realem und digitalen Leben zu finden.

In Vorarlberg und Tirol gibt es einige Hotels, die sich auf Digital-Detox-Camps spezialisiert haben, aber auch in den anderen Bundesländern wird man fündig. Mithilfe der Natur soll man wieder zurück ins Leben finden und merken, dass es auch ohne Smartphone geht und man nicht alle zehn Minuten beobachten muss, was die 763 Facebook-Freunde und 1529 Instagram-Follower gerade machen. Dass es nicht nötig ist, auf jede Nachricht innerhalb von Sekunden zu antworten und dass die Welt außerhalb des Handybildschirms ja eigentlich viel schöner ist.

Eine digitale Entgiftung kann man aber auch alleine zu Hause durchführen. Einfach mal das Handy ausschalten und das Buch lesen, das man sich vor Monaten begeistert gekauft hat. Statt auf dem Handy den Wecker zu stellen, kann man den alten Radiowecker ausgraben, die Nachrichten im Teletext nachlesen und statt Quando einen Stadtplan zur Hand nehmen. All das lässt einen in Erinnerungen schwelgen und hat eigentlich sowieso viel mehr Stil als das Smartphone. Zudem wäre es sinnvoll, die Push-Mitteilungen die man von unzähligen Apps bekommt, auszuschalten und feste Zeiten zu setzen, wann man das Handy ausschaltet. Nach einiger Zeit wird man es dann auch sicherlich genießen.

Juni 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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