Fr, 21. September 2018

Sie fuhren Mercedes

05.06.2018 14:10

Marokkaner in Salzburg & Tirol als Kokain-Dealer

Einer in Salzburg und Innsbruck agierenden Dealerbande konnte nun das Handwerk gelegt werden. Die 14 Marokkaner - sie hatten alle  einen negativen Asylbescheid, einer war sogar schon einmal per  Flieger abgeschoben worden  - verdienten mit hochwertigem Kokain ein Vermögen. Das überwiesen sie in die Heimat.

Sie hatten eine Vorliebe für Mercedes sowie jeglichen Luxus. Und den konnten sie sich durch den Handel mit qualitativ hochwertigem Kokain leisten: 14 Marokkaner dealten seit Dezember 2017 in Salzburg und Innsbruck. Die Gruppe hatte den Handel von einer Bande, die zerschlagen worden war, übernommen.

Die zwei führenden Köpfe, die ebenso wie alle anderen zum Teil bereits vor Jahren einen negativen Asylbescheid erhalten hatten, lebten als „U-Boote“ unter verschiedensten Aliasnamen in Innsbruck. Sie waren für den Großeinkauf und Schmuggel des Kokains nach Tirol verantwortlich. Die beiden fielen den Ermittlern auch auf, weil sie mit Luxus-Mercedes herumfuhren.

Für die Verteilung des Kokains an die „Läufer“, wie die Bande die Endverkäufer nannte, waren andere Marokkaner zuständig. Die „Läufer“, die die Ware auf der Straße anboten, erhielten je nach verkaufter Menge eine Provision.

Fünf der Bandenmitglieder waren bereits vor einiger Zeit von Innsbruck nach Salzburg umgezogen. Denn auch hier waren mit  Kokain gute Geschäfte zu machen. Die fünf waren zuletzt auch statt der zwei „Chefs“ für den Schmuggel des Kokains verantwortlich.

Im Gegensatz zu den Marokkanern in Tirol verkauften die „Kollegen“ in Salzburg ihre Ware selbst auf der Straße an die Endabnehmer.

Nach mehreren Hausdurchsuchungen in Salzburg und Innsbruck im April und im Mai konnten 14 Marokkaner, davon zwei in Deutschland, festgenommen werden. So wurde in einem Bus beim Flughafen in Köln eines der Mitglieder der Salzburger Gruppierung gefasst. Der Mann war schon per Flieger in seine Heimat abgeschoben worden aber einfach illegal wieder eingereist. Da es schon einen Haftbefehl gab, klickten die Handschellen.

Die Polizei konnte noch 1,1 Kilo Kokain im Wert von 110.000 €, ein Mercedes Coupe, einen Mercedes B Klasse, 40.000 €, 40 Handys sowie Tabletts und einen Laptop sicherstellen. Den Großteil ihrer Einnahmen haben die Marokkaner bereits in ihre Heimat überwiesen, auch zwei Mercedes wurden verschifft. Die Männer sind alle einschlägig vorbestraft. Drei („kleinere Fische“) wurden mittlerweile auf freien Fuß gesetzt.

Manuela Kappes
Manuela Kappes

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