Do, 18. Oktober 2018

Probleme mit Technik?

05.06.2018 09:39

SpaceX verschiebt Mond-Trip für Weltraumtouristen

Die für dieses Jahr angekündigte Mondumrundung mit zahlenden Weltraumtouristen ist einem US-Zeitungsbericht zufolge verschoben worden. Die Mission des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX werde „frühestens Mitte 2019, wahrscheinlich später“ stattfinden, heißt es. Eigentlich hätten zwei Privatpersonen in der zweiten Jahreshälfte 2018 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All starten sollen.

Die Ursache für die Verschiebung sei unklar, offenbar habe SpaceX-Chef Elon Musk Probleme sowohl mit der Technik als auch mit der Produktion, berichtete am Montag das „Wall Street Journal“. Ein Sprecher des im US-Bundesstaat Kalifornien ansässigen Unternehmens sagte, man halte an dem Projekt fest, für das es eine wachsende Nachfrage gebe. Zu Zeiträumen äußerte er sich nicht.

Reise mit Raumkapsel „Dragon“
Eigentlich sollten zwei Privatpersonen in der zweiten Jahreshälfte 2018 vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All starten. Sie hatten laut Musk bereits eine „beträchtliche“ Anzahlung geleistet. Die Weltraumtouristen sollten an Bord einer „Dragon“-Raumkapsel des Unternehmens ins All fliegen.

Bisher wird mit „Dragon“-Kapseln Essen, Ausrüstung und Treibstoff zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die „Falcon Heavy“-Rakete, die als Trägersystem dienen soll, hatte ihren ersten Testflug erst vor vier Monaten, Anfang Februar, absolviert (Bild unten). Nach Angaben von SpaceX ist sie mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Trägerrakete.

Geplante Mondmissionen weltweit
Der Mond steht seit einigen Jahren wieder verstärkt im Fokus Raumfahrtagenturen. So will etwa die staatliche russische Roskosmos bis 2030 an die Erfolge des amerikanischen „Apollo“-Programms anknüpfen und einen Kosmonauten zum Erdtrabanten schicken. Zuvor sollen jedoch mehrere Sonden den Mond erkunden. Touristische Mondumrundungen könnten bei der Finanzierung des kostspieligen Mondprogramms helfen.

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