Mi, 18. Juli 2018

Selbstbewusst werden

15.06.2018 12:00

Wie Glück und Freude Ihr Kind schlau machen!

Nicht Gehorsam lautet die Devise, sondern Glück und Freude am Tun - und das macht obendrein schlau. Daheim und in der Schule.

Kein Kind hat gerne das Gefühl, vorgeführt zu werden. Viele Schüler bekommen schon Schweißausbrüche, wenn sie an die Tafel und komplizierte Rechenvorgänge schreiben müssen. Mathematik oder andere Fächer sind für viele mit einem Gefühl von Angst verbunden. Und diese blockiert das Denken. Diese Koppelung von Gefühl, Erfahrungen und Inhalten funktioniert aber zum Glück auch umgekehrt - nämlich im Positiven. Kinder, die Rückhalt und Lob erfahren sowie Erfolgserlebnisse haben, glauben an sich und ihre Fähigkeiten. Sie können sich besser auf den neuen Lernstoff einlassen und ihn verinnerlichen. In ihren Gehirnen bilden sich komplexere Strukturen aus, die es ihnen ermöglichen, Probleme zu lösen.

Lernen ohne Angst
Und das fängt bereits bei der Kindererziehung an: Nicht Disziplin und Gehorsam machen klug, sondern Glück macht schlau. Lehren Sie Ihr Kind die Freude, den Enthusiasmus am Lernen, Erforschen, Experimentieren, am Wissen- und Verstehen-Wollen. Sie sind das beste Vorbild. Vergessen Sie nicht, Ihren Nachwuchs zu loben! Neu Erlerntes nicht als selbstverständlich hinnehmen. Natürlich braucht es auch klare Regeln - in der Schule wie daheim. Stellen Sie klare Vorgaben in der Familie auf. Sorgen Sie für eine gute Balance von Aktivität und Ruhe.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Ich bin „frischgebackene“ Stiefmama eines 12-jährigen Buben. Wir verstehen uns sehr gut. An den Wochenenden ist er bei uns. Wie weit darf ich mich in die Erziehung einmischen?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort oder gar Regeln und „Gesetze“. Wichtig ist, dass Sie und Ihr Partner sich absprechen, was für Sie beide in puncto Erziehung wichtig ist. Wenn Sie beispielsweise in einem gemeinsamen Haushalt leben, gilt es, einheitliche Familienregeln festzulegen, die für Groß und Klein passen. Natürlich dürfen Sie diese dann ebenso einfordern! Was klassische „Ausgeh-Regeln“ oder Schulthemen betrifft, kommt es darauf an, ob einzig Sie mit ihrem Stiefsohn davon betroffen sind oder ob Ihr Partner ohnehin anwesend ist und diese Themen dann zur alleinigen „Papa-Angelegenheit“ werden.

Generell ist es für Kinder immer von Vorteil, wenn alle Erwachsenen an einem Strang ziehen. Eine Besprechung mit der leiblichen Mutter des Buben, Ihrem Partner und Ihnen selbst kann hier allen Seiten Klarheit bringen und vieles erleichtern. Stellen Sie sich aber auch die Frage: Wieviel MÖCHTEN Sie miterziehen? Gibt es Themen, bei denen Sie sich bewusst raushalten wollen? Auch das ist in Ordnung.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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