Neues Dating-Phänomen

„Orbiting“: Warmhalten von möglichen Sexpartnern

In Zeiten, in denen es anscheinend nicht mehr angesagt ist, seinen zukünftigen Partner in der realen Welt kennenzulernen, sind das Internet und Dating-Apps der beliebteste Weg, die Liebe des Lebens zu finden. Doch das hat natürlich auch Tücken. Als wäre „Ghosting“ 2017 nicht schon schlimm genug gewesen, kommt nun eine weitere Steigerung eines gemeinen Dating-Phänomens: Das sogenannte „Orbiting“. Kurz zusammengefasst ist das das Warmhalten eines potenziellen Liebhabers.

„Ghosting“ war 2017 in aller Munde. Die Bedeutung? Man lernt jemanden (im Internet) kennen, trifft sich auf ein oder mehrere Dates, doch danach löscht man den anderen aus all seinen Freundeslisten, reagiert nicht mehr auf Anrufe und ist von einem Tag auf den anderen plötzlich weg - also ein Geist. Als wäre das nicht schon gemein genug, gibt es mit „Orbiting“ nun eine Steigerung davon.

#Da, aber doch nicht

Beim „Orbiting“ ist man nicht weg, aber auch nicht wirklich da. Dieses Phänomen verläuft nämlich so: Die Ex-Liebschaft reagiert zwar nicht auf Anrufe, hinterlässt jedoch ein „Like“ bei deinem neuen Profilbild. SMS bleiben unbeantwortet, aber dein letzter Posting wird von der Person retweeted. Die vergangene Liebe kreist also die ganze Zeit um einen herum, vor allem auf den Social Media-Profilen, ohne jedoch direkten Kontakt zu suchen oder darauf zu reagieren. Daher kommt auch der Name für dieses Phänomen. Der Begriff Orbit steht nämlich für die elliptische Umlaufbahn eines Satelliten.

#Warum tut man das?

Theorien dafür, warum sogenannte „Orbiter“ das tun, gibt es einige. Es könnte für Unentschlossenheit stehen oder dafür, dass das Gegenüber warmgehalten wird, falls man es doch noch einmal oder wieder zurück will - für eine heiße Nacht, ein Wochenende oder die Neuauflage der Beziehung. Andere wiederum denken, dass „Orbiter“ Masochisten seien, denn welcher Mensch folgt gerne seinem Ex auf Instagram und gibt „Likes“. Oder sie haben gerne Drama, sind egoistisch oder denken, eine Freundschaft könne nur über Social Media bestehen.

#Verlasse die Umlaufbahn

Welches auch immer der Grund für „Orbiting“ ist - sicher ist, dass man den Kontakt mit so einer Person sofort und für immer abbrechen sollte. Aus Freundeslisten löschen und wo es möglich ist auch blockieren. Dann kann man mit diesem Kapitel endgültig abschließen und für eine neue Liebe - in der realen Welt - offen sein.

Juni 2018

Was meint ihr dazu? Ist euch das schon einmal passiert? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf

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