Di, 25. September 2018

Anrainer atmen auf

24.05.2018 17:15

250-Kilo-Weltkriegsbombe in Dresden entschärft

Entwarnung nach dem Fund einer britischen Fliegerbombe im deutschen Dresden: Von dem Blindgänger geht keine Gefahr mehr aus, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Bombe sei entschärft, die umfassenden Sperrungen um den Fundort wurden aufgehoben. Damit können Tausende Anrainer, die zum Teil in einer Notunterkunft ausharrten, in ihre Wohnungen zurückkehren. Bei der Entschärfung der Bombe am Mittwochabend war ein Teil der Sprengladung detoniert. Dabei geriet Dämmmaterial in Brand.

Die bei Bauarbeiten gefundene 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei einem Entschärfungsversuch am späten Mittwochabend teilweise detoniert. Spezialisten hatten den Zünder per Fernzündung mit einer sogenannten Raketenklemme aus der Bombe gedreht. Dabei kam es den Angaben zufolge zu Funkenflug und einem Brand des Dämmmaterials, was eine Teildetonation auslöste. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

800 Menschen mussten die Nacht in Notunterkunft verbringen
Das Gebiet nahe der Dresdner Innenstadt wurde nach dem Fund der Fliegerbombe weiträumig abgesperrt. In der Nacht auf Mittwoch hatten mehr als 8700 Menschen ihre Häuser räumen müssen. Auch zwei Seniorenheime und eine geriatrische Klinik waren betroffen. Etwa 800 Personen verbrachten die Nacht auf Donnerstag in einer Notunterkunft.

Auch der Luftraum über Dresden wurde bis Donnerstagnachmittag gesperrt, Starts und Landungen waren am Flughafen zwischenzeitlich nicht möglich. Schon am Mittwoch waren zahlreiche Starts und Landungen gecancelt worden.

Bombenentschärfungen sind in Dresden keine Seltenheit. Die Stadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und US-Bombern schwer zerstört worden. Ein Teil der Munition blieb als Blindgänger im Boden und taucht bis heute immer wieder bei Bauarbeiten auf. Der aktuelle Einsatz unterschied sich aber von Routine-Entschärfungen, weil sich der Zünder nicht wie sonst häufig üblich gefahrlos aus dem Sprengkörper entfernen ließ.

 krone.at
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