Sa, 23. Juni 2018

Katzencoach im Einsatz

24.05.2018 07:56

Petra Ott vergesellschaftet herrenlosen Kater

In Österreich gibt es nur wenige Tiercoaches, die sich auf Katzen spezialisiert haben, aber doppelt so viele Katzen wie Hunde. Dabei klagen viele Halter über Probleme im Zusammenleben mit ihren Stubentigern. Was würden Sie tun, wenn durch Ihre Nachbarschaft ein verwaister Freigänger streift, den keiner mehr haben möchte und der knapp vor dem Einzug ins Tierheim steht? Diese Frage stellte sich eine Tierfreundin - nach Abklärung der rechtlichen Rahmenbedingungen holte Sie sich zur Vergesellschaftung des Stubentigers mit ihren eigenen Haustieren kompetente Hilfe ins Haus - die Katzenflüsterin Petra Ott.

Alex K., Tierliebhaberin aus Wiener Neustadt, sorgte sich um Nachbarskatze "Maxi": Die Besitzerin musste leider ins Pflegeheim, das Tier wurde von den Nachmietern übernommen. Dort wurde er aber leider nicht in die Familie integriert - sondern fraß und schlief am Balkon beziehungsweise im Freien. Schließlich konnte mit allen Beteiligten vereinbart werden, dass Alex K. den fast zehnjährigen Kater übernehmen durfte.

Stressfreies Vergesellschaften
Nun galt es, den Freigänger mit ihren eigenen zwei Stubentigern – den vierjährigen Weibchen "Puppe" und "Gipsy", zu vergesellschaften. Um alles richtig zu machen, kontaktierte Alex K. den "Krone Tierecke"-Katzencoach Petra Ott und schilderte ihr die Lage. Denn wenn man alle Familienmitglieder langsam darauf vorbereitet, läuft eine Vergesellschaftung meist stressfrei ab.

Analyse durch die Katzenexpertin Petra Ott
"Maxi" ist mit zehn Jahren schon ein Senior. Ständig Wind und Wetter und den anderen Nachbarskatzen ausgesetzt zu sein, bedeutet viel Stress für ihn. "Die alten Knochen tun es auch nicht mehr so. Zudem sind Katzen sehr soziale Tiere und brauchen ein Zuhause, wo sie Menschen haben, denen sie vertrauen können", erklärt Petra Ott. "Vor allem trifft es hier einen Kater, der sehr sensibel ist und der seine Lieblingsmenschen verloren hat. Er hatte dadurch keinen Unterschlupf in der Wohnung mehr. Es blieben ihm nur noch der Balkon und die freie Natur."

Maßnahmenkatalog für die Katzeneltern
Petra Ott erstellte einen Plan für "Maxi", damit er das Vertrauen zum Menschen und das Vertrauen zur neuen Umgebung aufbauen konnte. Nicht zuletzt die außerordentliche Geduld der neuen Katzenmama machte es möglich, dass sich der Kater relativ schnell mit seinem warmen Nachtquartier anfreundete. "Tägliche kontrollierte Freigänge sind ein Muss. Die Katzenmädels wurden mit Gerüchen auf den neunen Mitbewohner vorbereitet. Und als sich die erste brenzlige Lage beruhigt hat, begannen wir mit der Vergesellschaftung, ganz langsam", erinnert sich Petra Ott. Hier ist Timing ein wesentlicher Faktor, damit es gut geht. An der Körpersprache und dem Verhalten der Tiere erkennt man, wann die nächsten Schritte zu gehen sind - sie geben das Tempo vor. "Spezielle Rituale helfen, Freundschaft zu schließen,“ so Ott.

Erfolge nach drei Monaten
Expertin und "Katzenmama" arbeiteten sehr gut mit dem Trio. Nach etwa drei Monaten waren die drei bereits ein eingespieltes Team und genießen gemeinsam die Abendstunden mit den Katzeneltern, ohne dabei Stress zu haben. Petra Ott appelliert an alle Halter von Stubentigern: "Bitte achten Sie auf die Körpersprache Ihrer Tiere! Ich helfe ihnen gerne dabei!"

Die passenden Workshops für alle Katzeneltern finden Sie unter www.petraott.com.

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