Geänderte Ausbildung:

Auch bei Notärzten droht Oberösterreich ein Mangel

Bei den Hausärzten ist die „Mangelverwaltung“ schon an allen Ecken und Enden spürbar (siehe auch Seiten 14/15), bei den Notärzten erst punktuell. Doch auch hier droht zunehmender Mangel, weil durch eine Änderung der Medizinerausbildung Nachschub erst viel später kommen wird. Die Landespolitik greift das Problem auf, ÖVP und FPÖ richten eine Landtagsesolution an den Bund.

ÖVP und FPÖ im Linzer Landhaus haben dazu bereits einen Landtagsantrag formuliert, in dem das Grundproblem aufgezeigt wird. Es wird von ÖVP-Klubchefin  Helena Kirchmayr und FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr so auf den Punkt gebracht: „Viele Mediziner, die nach dem Turnus die Ausbildung zum Facharzt gemacht haben, waren bisher auch als Notärzte im Einsatz. Die Ausbildung der Mediziner wurde aber neu geordnet. Es dürfen nur mehr fertig ausgebildete Fachärzte als Notärzte mit “Ius Practicandi„ arbeiten - nicht wie bisher nach drei Jahren, sondern erst nach mindestens sechs Jahren.“

Notarztdienst nach drei Jahren
Gemäß dem Antrag soll die Bundesregierung ermöglichen, dass Mediziner wie bisher auch schon nach drei Jahren klinischer Ausbildung Notarztdienst machen dürfen. Zugleich sollen Ausbildungs- und Tätigkeitsbedingungen der Notärzte an andere europäische Länder - insbesondere Deutschland und die Schweiz - angeglichen werden.

Thema für Gesundheitsreferenten
Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) unterstützt den Vorstoß: „Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung und die zuständige Ministerin den Antrag sehr ernst nehmen. Und ich nehme den Wunsch des Landtages zum Anlass, das Problem bei der nächsten Sitzung der Gesundheitsreferenten der Länder zu thematisieren.“

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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