Neue Grippe

26-jähriger Student als erster Todesfall in der Steiermark

Steiermark
14.11.2009 13:12
Der erste Todesfall in Verbindung mit der Neuen Grippe in der Steiermark ist am Freitagabend vom ärztlichen Direktor des LKH Graz bestätigt worden. Ein 26-jähriger Student, der seit seiner Geburt an einer Nierenerkrankung litt, starb nach einer diagnostizierten H1N1-Infektion. "Ein tragischer Einzelfall", meinte Direktor Gernot Brunner.

Seit Wochen sorgt die Neue Grippe auch in Österreich für (Negativ-)Schlagzeilen. Erst am 2. November war ein elfjähriges Mädchen in Innsbruck unter anderem einer H1N1-Infektion erlegen. Am Dienstag starb ein 38-jähriger Mann in Salzburg an der Folgen der Krankheit.

Kindergartengruppen und Schulklassen wurden mittlerweile auch in der Steiermark geschlossen. Hunderte Menschen sind in unserem Bundesland infiziert, Tausende haben sich bereits zur Vorsicht gegen den Virus impfen lassen. Dennoch gibt es nun auch bei uns den ersten tragischen Todesfall zu beklagen.

Patient war seit Donnerstag auf der Intensivstation
Bei dem Patienten handelt es sich um einen 26-jährigen Studenten, der von Geburt an an einer Nierenerkrankung litt und auch bereits (mindestens) eine Transplantation hinter sich hatte. "Vor einigen Tagen wurde der junge Mann mit einem fieberhaften Infekt zu uns eingeliefert", schildert LKH-Direktor Gernot Brunner, "dann wurde von uns der H1N1-Virus beim Patienten festgestellt. Am Donnerstag kam er aufgrund von Komplikationen schließlich auf die Intensivstation."

"Nicht wegen des H1N1-Virus"
Am Freitag zu Mittag verlor der Steirer endgültig den Kampf um sein Leben. "Aber nicht wegen des H1N1-Virus", betont Brunner, "sondern aufgrund einiger Komplikationen, weil er ohnehin durch die chronische Nierenerkrankung ein geschwächtes Immunsystem hatte." Offenbar litt der Steirer auch noch an einer schweren Lungenentzündung sowie einer Entzündung des Herzmuskels.

"Risikopatienten sollen sich ruhig impfen lassen"
Für Panik unter der Bevölkerung gibt es absolut keinen Grund. "Das ist ein tragischer Einzelfall", so der Experte, "aber Risikopatienten sollen sich ruhig impfen lassen." Am LKH in Graz selbst sind nun keine besonderen Schutzmaßnahmen notwendig, obwohl noch weitere H1N1-Infizierte in Behandlung sind. "Aber hier ist der Verlauf mild", entwarnt Gernot Brunner.

von Michael Jakl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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