Leid statt Like

Späte Handy-Nutzung kann zu Depressionen führen

Der menschliche Körper hat seinen eigenen natürlichen Rhythmus, dieser beeinflusst sowohl die Körpertemperatur, als auch die Hormone und die Lernfähigkeit. Wer dauerhaft seine innere Uhr missachtet, riskiert laut einer Studie psychische Probleme, von einer Depression bis hin zu einer bipolaren Störung. Laut den Forschern kann das vor allem auch durch späte Handynutzung der Fall sein. 

Es ist kein Geheimnis, dass die Nutzung des Telefons vor dem Schlafengehen nicht wirklich zu einer erholsamen Nacht beiträgt, vor allem wenn man noch bis spät abends auf Plattformen wie Facebook surft oder exzessiv Handy-Games spielt. Eine aktuelle Studie unterstreicht dies nun erneut: Die Daten von mehr als 91.000 Briten zwischen 37 und 73 Jahren wurden über Jahre hinweg ausgewertet sowie mit Informationen zu ihrer psychischen Verfassung in Zusammenhang gebracht. 

Dabei zeigte sich deutlich: Exzessive Smartphone-Nutzung, vor allem sbends, kann mitunter auch zu Depressionen oder bipolaren Störungen führen. Dies lässt sich auf die gesteigerten Aktivitäten während eigentlicher Ruhe-Perioden zurückführen. Damit gehören Handy-Nutzer zu derselben Risikogruppe wie Menschen, die in Nachtschichten arbeiten oder regelmäßig weite Strecken mit dem Flugzeug zurücklegen und entsprechend häufig an Jetlag leiden. 

Der Co-Autor der Studie, Professor Daniel Smith, von der University of Glasgow, empfiehlt daher das Handy ab 22 Uhr auf die Seite zu legen.

Julia Ichner
Julia Ichner

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