Do, 24. Jänner 2019

Massaker mit 10 Toten

18.05.2018 20:49

Waffenfan (17) richtet an seiner Schule Blutbad an

Erneut werden die USA von einem Blutbad an einer Schule erschüttert! In einer Highschool im US-Bundesstaat Texas richtete ein erst 17-Jähriger in einem „Born to Kill“-Shirt ein Massaker an - nachdem er kurz vor Unterrichtsbeginn mit einer Pumpgun in einem Klassenzimmer erschienen war und „Überraschung!“ gerufen hatte. Mindestens zehn Menschen starben in dem Kugelhagel, zehn weitere wurden verletzt. Es ist die 22. tödliche Schussattacke an einer US-Schule in diesem Jahr.

Laut Augenzeugen war der 17-Jährige gegen 8 Uhr am Morgen in die Santa Fe High School in einem Vorort von Houston marschiert und hatte kurz vor Beginn einer Kunststunde mit seiner Pumpgun das Feuer eröffnet. Er soll außerdem eine Pistole und ein Sturmgewehr bei sich gehabt haben.

Einsatzkräfte sprachen gegenüber dem Lokalblatt „Houston Chronicle“ zunächst von „mehreren Toten“. Mittlerweile gibt es traurige Gewissheit: Das Blutbad forderte mindestens zehn Menschenleben, wie der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, am späteren Abend unserer Zeit bestätigte. Die Zahl könnte aber noch weiter steigen, da mindestens eine Person in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Insgesamt wurden zehn Menschen verletzt.

Schütze selbst Schüler der Highschool - und ein Gemobbter
Beim Schützen handelt es sich Berichten zufolge um den 17-jährigen Dimitrios Pagourtzis, selbst Schüler an der Santa Fe High School und offenbar Waffennarr. Mitschüler sprachen davon, dass Dimitri von Mitschülern und auch Lehrern gemobbt worden sei. So hätten die Footballtrainer ihn aufgezogen, weil er „schlecht“ gerochen habe. Ein Freund des 17-Jähriger erzählte der AP allerdings, dass Dimitri keine Anzeichen eines Mobbingopfers gezeigt habe.

Der Schüler interessierte sich in seinem Privatleben offenbar sehr für Waffen und Kriegsspiele. Auf seinem Instagram-Profil hatte der 17-Jährige unter anderem ein Foto von einer Pistole und einem Messer und eines von einem T-Shirt mit der Aufschrift „Geboren um zu töten“ veröffentlicht. Dasselbe Shirt soll er bei der Bluttat an seiner Schule getragen haben.

Der 17-Jährige hatte vermutlich auch Sprengsätze vorbereitet, die der Polizei zufolge innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes gefunden wurden. Sie würden von Experten untersucht und gegebenenfalls entschärft.

Auch Polizist verletzt
Es waren dramatische Szenen, die sich in und um die Schule abspielten. Ein Vater sagte dem Lokalsender KTRK, bei seinem Eintreffen an der Schule hätten Krankenwagen mehrere Opfer abtransportiert. Fernsehbilder zeigten, wie Schüler, die noch nicht in Panik geflohen waren, aus dem Gebäude geführt wurden. 

Zweite Person in Polizeigewahrsam
Zu den Verletzten zählt auch mindestens ein Polizist, wie der zuständige Bezirkssheriff Ed Gonzalez bestätigte. Die Lage sei inzwischen „unter Kontrolle“, erklärte die Schulverwaltung des Bezirks Santa Fe. Der bewaffnete Schütze sei festgenommen worden, er sei nicht verletzt. Geprüft werde, ob er einen Komplizen hatte. Sheriff Gonzalez teilte auf Twitter mit, dass sich ein zweiter Mann in Polizeigewahrsam befinde.

Trump: „Waffen von allen fernhalten, die uns bedrohen“
US-Präsident Donald Trump gab schon kurz nach der Tragödie ein Statement vor der Presse ab. „Wir senden unsere Unterstützung und Liebe an alle Betroffenen dieses entsetzlichen Angriffs“, sagte er. Trump - der als Freund der Waffenlobby gilt - versicherte, dass man alles tun werde, um Waffen „von allen, die eine Bedrohung für uns oder sich selbst darstellen“, fernzuhalten.

22. Schussattentat an einer US-Schule im heurigen Jahr
Tote und Verletzte durch Schusswaffen sind an US-Schulen keine Seltenheit. Laut dem Nachrichtensender CNN ist es die dritte tödliche Schussattacke an einer US-Schule in den letzten sieben Tagen - und die 22. seit Anfang des Jahres in den Vereinigten Staaten! Am 14. Februar hatte an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland (Florida) ein 19-Jähriger 17 Menschen erschossen. Die Schüler von Parkland veröffentlichten am Freitag umgehend eine Solidaritätsnotiz mit ihren Mitschülern in Texas.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Wöber im Kader
Barcelona droht nach Pleite in Sevilla das Cup-Aus
Fußball International
Lange Pause droht
Verletzt! Neymar muss bei 2:0 von Paris raus
Fußball International
Nach Schützenfest
Manchester City zieht ins Ligacup-Finale ein
Fußball International
„Großer Torschütze“
Fix: Chelsea holt Juve-Stürmer Higuain von Milan
Fußball International
Nach Flugzeug-Unglück
Was passierte mit Sala? Polizei hat vier Szenarien
Fußball International
Kollege machte Foto
Wales-Keeper droht wegen Hitler-Gruß harte Strafe
Fußball International
Fett, schlank, schnell
Der neue Porsche 911: Die Quadratur des Fahrwerks
Video Show Auto
Sein Können im Video
Barca kauft Ajax-Supertalent um 86 Millionen Euro
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.