„Stick and Poke“

Gefährlicher Trend animiert Laien zum Tätowieren

Do-It-Yourself ist im Moment total angesagt. Doch manche Menschen gehen in diesem Bereich mittlerweile zu weit. Ein neuer Trend aus dem Internet namens „Stick and Poke“ sorgt nämlich gerade für Aufregung. Darunter versteht man sozusagen Do-It-Yourself-Tattoos. Dabei filmen sich Laien, wie sie sich selbst ein Tattoo stechen - meist nur mithilfe einer Nadel und etwas Tinte.

In „Stick and Poke“-Videos zeigen Laien, wie sie sich ein Tattoo, wie kleinere Zeichen oder simple geometrische Figuren, stechen. Die meisten tun dies nur mit einer Nadel und etwas Tinte und ohne auf die Hygiene zu achten. Inzwischen gibt es schon Starter-Kits dafür im Netz zu kaufen. Ärzte und ausgebildete Tätowierer warnen jedoch davor, da das kleine Abenteuer massive Folgen für die Gesundheit haben kann. Zahlreiche Viren wie Hepatitis A, B und C können ebenso wie HIV durch unsaubere Nadeln übertragen werden.

#Nicht nachmachen!

Neben der Gefahr vor Infektionen gibt es jedoch auch noch weitere mögliche Komplikationen. So können zum Beispiel manche Menschen allergisch auf gewissen Stoffe in den Tätowierfarben oder der Tinte reagieren, weil diese Konservierungsstoffe, Löse- und Verdickungsmittel oder sogar Autolackstoffe enthalten. Ein weiteres Problem ist die Technik. Ein Laie sticht meist entweder zu tief oder nicht tief genug unter die Haut.

#Sicher gehen!

Es ist zwar also ganz schön, einen alten Tisch selber zu bemalen, jedoch nicht die eigene Haut. Wer ein Tattoo möchte, sollte sich das lange überlegen und nicht bloß nach Trends gehen, weil diese ändern sich ständig. Ist man sich ganz sicher, welches Motiv man möchte, dann ab ins Tattoostudio und Finger weg von „Stick and Poke“.

Mai 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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