Do, 16. August 2018

Kelvin statt Kevin

16.05.2018 06:00

Name falsch tätowiert: Mutter benennt Sohn um

Eine Tätowierung ist eine Entscheidung, die man meist für sein ganzes Leben trifft. Der Name des Partners ist als Motiv eher riskant, besteht doch die Gefahr, dass man sich irgendwann trennt. Der Name des Kindes scheint dagegen eine relativ sichere Angelegenheit zu sein - könnte man meinen. Anders im Fall einer Schwedin, die sich den Namen ihres Sohnes in die Haut stechen lassen wollte: Der Tätowierer irrte sich um einen Buchstaben. Die Frau reagierte pragmatisch und benannte einfach ihr Kind von Kevin auf Kelvin um.

Johanna Giselhäll Sandström hatte eine nette Idee für ein persönliches Tattoo: die Namen ihrer beiden Kinder, Nova und Kevin, sollten ihren Arm zieren. Die 30-Jährige sagte dem Tätowierer die Namen von Sohn und Tochter, als dieser nach der Schreibweise fragte, dachte sie nicht daran, dass hier ein Missverständnis auftreten könnte.

Nachdem der Künstler fertig war, folgte der Schock: Statt Kevin stand Kelvin geschrieben. Sandström war den Tränen nahe. Aber statt das Tattoo per Laser zu entfernen, hatte ihr Mann eine bessere Idee: Man könnte doch einfach den Sohn umbenennen. Gesagt, getan.

„Ich hatte den Namen Kelvin erst ein einziges Mal als Männernamen gehört. Er war einzigartig. Da dachte ich mir: ,Lass uns den Namen Kevin einfach verbessern‘“, erzählte Sandström dem „Expressen“. Die Lokalzeitung fragte die Mutter, wie der Betroffene auf seinen neuen Namen reagiert habe. „Er war nicht so alt, also dachte er nicht darüber nach. Jetzt ist er fünf Jahre alt. Als ich das Tattoo bekam, war er erst zwei“, berichtete Sandström.

Dritter Name wird ergänzt: „Werde ihn aufschreiben“
Das Umfeld reagierte belustigt auf den Vorfall: „Sie haben gelacht. Ich lache jetzt auch darüber, es ist mir nicht so wichtig.“ Bald soll das Tattoo dennoch verändert werden: Grund dafür ist Tochter Freja, der Neuzugang der schwedischen Familie. Die Mutter hat aus ihrem Fehler gelernt: „Ich werde diesmal den Namen auf ein Stück Papier schreiben.“

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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