Fr, 19. Oktober 2018

Aufgepasst

11.05.2018 14:01

2000 Räder werden pro Jahr in Graz gestohlen

Mehr als 2000 Fahrräder werden jährlich in Graz gestohlen - und die Tendenz ist wieder steigend. Zudem sind die Grazer Radhelm-Muffel, was bei mehr als 500 Radlerunfällen im Jahr sehr gefährlich werden kann. Stadt Graz, Polizei und viele Partner starten nun eine Groß-Offensive für mehr Radler-Sicherheit.

Ein paar Zahlen vorweg:

- Knapp 80 Prozent der Fahrräder sind schlecht gesichert. Fahrraddiebstähle zählen zu den häufigsten Delikten in Graz. 2016 wurden 2050 Räder gestohlen. 2017 gab es ein sattes Plus - Diebstähle aus Kellern stiegen etwa um neun Prozent. (Tipps und Tricks, wie man sein Rad besser schützt gibt es weiter unten.)

- Bis zu 85 Prozent aller schweren Kopfverletzungen nach einem Rad-Unfall könnten mit Helm verhindert werden. Aber die Grazer sind Helm-Muffel. Nur 27 Prozent tragen Helm (34 Prozent österreichweit), im Alltagsradverkehr sind es gar nur 17 Prozent. Zum Vergleich: Beim Skifahren tragen 84 Prozent einen Helm. Ein Fahrradsturz bei 25 km/h gleicht einem Kopfsprung auf Beton aus einer Höhe von 2,5 Metern.

- 1860 Unfälle gab es 2016 in Graz - in 507 waren Radfahrer verwickelt; vorzugsweise bei Radfahrübergängen und Kreuzungen. Während die Zahl der Unfälle in Graz insgesamt zurückgeht, steigen Unfälle mit Fußgängern, Rad-, Moped- und Motorradfahrern.

20 Prozent Rabatt auf Helme und Schlösser
Die kommenden Wochen wird in Graz eifrig Bewusstseinsbildung betrieben, wie das Radfahren sicherer werden kann und wie man seinen Drahtesel besser vor Diebstahl schützt. Bürgermeister Siegfried Nagl, sein Vize Mario Eustacchio, Polizei („Gemeinsam.Sicher in Graz“), Kuratorium für Verkehrssicherheit,  Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖAMTC, ARBÖ und ÖGB ziehen gemeinsam an einem Strang. Bis Ende Juni etwa gibt es hochwertige Helme (mit Graz-Design) und Schösser in vielen Geschäften um 20 Prozent günstiger (Infos: www.stadthelm.at; www. gemeinsamsichergraz.at).

Eine Helmpflicht, wie sie für Kinder bis zwölf Jahren besteht, ist derzeit in Graz kein Thema.

Wie schütze ich mein Rad? Tipps und Tricks!
- Keine Frage: Ein hochwertiges Schloss bietet wirksamen Schutz, aber es gibt noch viel mehr zu beachten. Wird ein Fahrrad nur abgesperrt, kann es leicht entwendet werden - das Schloss wird dann später geknackt. Man sollte das Rad an einem festen Gegenstand ansperren.

- Nie nur das Vorder- oder Hinterrad absperren - Diebe stehlen den Rest. Also: immer auch den Rahmen mitbedenken. Das Schloss Richtung Boden schauen lassen. Viele Diebe verwenden einen Dietrich, um das Schloss zu öffnen. Zeigt das Schloss nach unten, wird ein Diebstahl per Dietrich komplizierter. Das Schloss sollte nicht auf dem Boden aufliegen, weil es so viel einfacher mit einem Hammer oder Ähnlichem aufgeschlagen werden kann.

- Wer sein Rad im Keller bzw. einem eigenen Raum im Wohnhaus abstellt, sollte kontrollieren, ob es wirklich sicher ist. Sonst ist es besser, das Rad in die Wohnung mitzunehmen.

- Alte Räder werden auch gestohlen - Diebe nutzen sie, um neue, teure Räder beim Transport zu kaschieren.

- Registrierte Räder schrecken Diebe ab und erhöhen die Chance, dass die Diebe geschnappt werden und man sein Rad wiederbekommt (Infos: www.fase24.eu).

Gerald Richter
Gerald Richter

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