„Tremendo Culo“

Ist das noch tanzen oder schon strippen?

„Tremendo Culo“ bedeutet übersetzt „schrecklicher Arsch“. Ebenso schrecklich und irritierend ist es, wenn junge Teenager im Internet zu diesem Lied halbnackt tanzen und dabei den Po, der nur von einer ganz knappen Short oder einem Bikinihöschen bedeckt ist, in die Kamera halten. Das war aber die Aufgabe bei der „Tremendo Culo“-Challenge auf musical.ly, der viele Mädchen nachgekommen sind.

Eigentlich ganz harmlos: Im sozialen Netzwerk „musical.ly“ tanzen junge Mädchen und Burschen zu Songs aus den Charts und bewegen ihre Lippen dazu. So wie es früher der Traum vieler Kinder war, in der Mini Playback Show aufzutreten, braucht es heute dafür keine Zauberkugel mehr, sondern nur noch eine App. Doch wirft man einen genaueren Blick auf die Challenges sieht man gleich, wie schrecklich sexualisiert die Welt bereits bei den 12-Jährigen ist. Doch ab wann geht es zu weit? Wann wird aus einem unschuldigen Tanz etwas ganz anderes? Auch wenn manchen Mädchen eventuell nicht bewusst ist, welche Art von Männern sie damit (auch) ansprechen, bleibt die Frage, wo die Eltern sind. Anscheinend nicht im sozialen Netzwerk.

Mädchen unter 13 Jahren präsentieren sich halbnackt und in sexy Posen, als wäre es das Normalste auf der Welt. In einer Welt in der Menschen zu Superstars werden, weil ein privater Porno von ihnen veröffentlich wurde, lernen auch Kinder schnell, dass es viel Anerkennung - oder besser, viele Likes - gibt, wenn man möglichst viel Haut zeigt. Ein gutes Beispiel für diesen schrecklichen Trend, ist die „Tremendo Curo“-Challenge:

Mai 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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