So, 22. Juli 2018

Viele Hunde im Heim

06.05.2018 15:51

„Bitte keine vierbeinigen Urlaubsmitbringsel“

„Tino“ war ein armer, verfilzter Hund aus Kroatien, als er im Sommer 2016 von einer Tiroler Familie aufgelesen und mitgenommen wurde. Der Straßenhund war krank und erwies sich für die neuen Besitzer als ungeeignet. Wie viele andere landete er im Tierheim. Ein Fall, der für die beginnende Urlaubszeit typisch ist.

Zuletzt waren in den Tiroler Tierheimen (Mentlberg, Wörgl und Reutte) 52 Hunde untergebracht. Davon wurden nachweislich 21 aus dem Ausland importiert, da die Herkunft durch einen Impfpass bestimmt werden konnte. „Bei sieben weiteren Hunden ist das Ursprungsland unbekannt. Wir gehen aber davon aus, dass sie unerlaubt nach Österreich eingeführt wurden“, sagt Simone Ostermünchner, Leiterin des Tierheims Innsbruck-Mentlberg.

„Foxy“ kam aus Ungarn
Sie selbst hat einen Yorkshire-Terrier, der ursprünglich aus Ungarn stammt und dort vermutlich in einer „Zuchtfabrik“ unter schlechten Bedingungen aufwuchs. „Foxy“ kam ohne aktuellen Impfstatus nach Österreich, wurde beschlagnahmt und landete im Tierheim. „Sie war zwei Jahre dort und als Mitarbeiterin hatte ich täglich Kontakt zu ihr. Seit dem Tag, an dem ich sie zum ersten Mal nach Hause mitnehmen durfte, wich nicht mehr von meiner Seite. Aber sie ist unsicher und man merkt immer noch, dass sie keinen guten Start ins Leben hatte.“„Jeder möchte Tiere billig und jung“Ostermünchner warnt: „Der illegale Welpenhandel boomt. Jeder möchte Tiere so billig und so jung wie möglich. Dass Tiere wie Foxy sehr darunter leiden, wird in Kauf genommen.“

Quarantäne nötig
Prinzipiell müssen Hunde, die ohne ausreichende Impfungen nach Österreich gebracht werden, zwei Monate in einer Quarantäne-Station verbringen, um das Einschleppen von Krankheiten auszuschließen. Das heißt leider auch: kein Kontakt mit Artgenossen. Die Isolierung bedeutet für das Tier natürlich Stress. Der Appell des Tierschutzvereins für Tirol: Bitte nicht „spontan“ einen Hund aus dem Ausland mitbringen, keine illegalen Händler unterstützen.

Andreas Moser
Andreas Moser

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