Mo, 15. Oktober 2018

Badegäste sind uneins

04.05.2018 06:00

Hitzige Debatten über Rauchverbot in Freibädern

Erst sechs Tage jung ist die Freiluftsaison im Linzer Parkbad. Mehr denn je ist Rauchen das Thema der Badegäste. Die Diskussionen werden teils hitzig geführt. Zum Teil sind auch bekennende Raucher für ein Verbot. Nicht aber wegen des Qualms, sondern vielmehr wegen der herumliegenden Zigarettenstummel.

„Wir verteilen Aschenbecher und die meisten Badegäste sind auch sehr diszipliniert. Es gibt aber leider auch Unvernünftige, die die Tschick einfach wegwerfen“, ärgert sich die Parkbadbelegschaft während einer kurzen Verschnaufpause beim Lokalaugenschein der „Krone“ am gestrigen Donnerstag.

Rauchverbot nie Thema
Viele der Mitarbeiter griffen dabei auch selbst zur Zigarette und sind deshalb froh, dass es kein Rauchverbot in der Freizeitoase am Donauufer gibt. Nur in geschlossenen Räumen ist Qualmen untersagt. „Überlegungen für ein Rauchverbot hat es eigentlich nie gegeben. Nur als in Graz vor einigen Jahr ein paar Bäder rauchfrei wurden“, fügt der Linzer Bäder-Chef Thomas Lettner hinzu.

Keine Beschwerden im Rathaus
Die für die Bäder politisch zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) sieht ebenfalls keinen Grund für ein Verbot. Sie verweist auf das weitläufige Areal im Parkbad und die gegenseitige Rücksichtnahme. Beschwerden über rauchende Gäste sind ihr bislang nicht untergekommen.

Ärger über Tschickstummeln
Dafür der Ärger über herumliegende Tschickstummeln. Aus diesem Grund hat dieses Jahr der italienische Badeort Bibione den Glimmstängel völlig verbannt. Ein Viertel der Abfälle am Strand ging dort auf das Konto der Raucher. „Die Stummel sind echt nervig. Das muss nicht sein“, sagt auch die Raucherin Julia Kampelmüller. Parkbad-Stammgast Friedrich Dürnberger würde sich am liebsten ein generelles Rauchverbot wünschen.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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