04.05.2018 06:30 |

Reichen Maßnahmen aus?

Grazer Radwege sind allzu oft am Limit

Die wichtigsten Forderungen für die Grazer Radler liegen auf dem Tisch: neue, sichere Hauptradrouten für Pendler von der City in die Peripherie, deutlich breitere Radwege in der Innenstadt, weitere Lückenschlüsse im Radwegenetz, mehr Radabstellflächen. KP-Verkehrsstadträtin Elke Kahr will möglichst viel umsetzen.

Breitere Radwege: „Tatsächlich ist die Leistungsfähigkeit auf den Hauptradrouten in den Spitzenzeiten am Limit“, so Kahr. Wo es möglich ist, will Kahr die Standards verbessern - Vorbild sind die „Radautobahnen“ in der Wickenburgasse und am Marburger Kai. Ähnlich wie dort soll die Keplerstraße kontinuierlich für die Radfahrer ausgebaut werden. Der erste Abschnitt (Josefigasse bis Mariengasse) soll noch heuer umgesetzt werden; 450.000 Euro sind dafür veranschlagt.

Abstellanlagen: „Wir erweitern diese sukzessive“, so Kahr. Wo Bedarf angemeldet wird, werde geprüft -per Mail (strassenamt@stadt.graz.at) können Vorschläge an die Stadt geschickt werden. Verbessert worden sei die Situation bei der Radstation am Hauptbahnhof. Bei ÖV-Haltestellen seien in den vergangenen Jahren 20 überdachte Radabstellmodule und 15 Boxen errichtet worden. Mit der Neugestaltung der Fußgängerzone beim Rathaus (Landhausgasse und oberer Teil Schmiedgasse) 2019 werde der bestehende Abstellplatz ausgeweitet. Kahr: „Aber ich weiß, dass der Parkdruck für die Radfahrer aufgrund der engen Platzverhältnisse in der Innenstadt gegeben ist.“

Pendler-Routen: Hier gibt es derzeit keine konkreten Ausbaupläne seitens der Stadt. Aber das Land will einen Schwerpunkt auf den Großraum Graz legen. Kahr will diese Initiative natürlich unterstützen.

Weiterer Radwegeausbau: Vier Millionen Euro investieren Stadt Graz und Land Steiermark in den kommenden drei Jahren in den Radwegeausbau (zu je 50 Prozent). So zum Beispiel werden die Radwege in der Gradnerstraße und in der Köflacherstraße (Lückenschluss) ausgebaut.

Reichen Maßnahmen aus?

Ob diese von Kahr vorgelegten Maßnahmen den Radfahrern in Graz reichen? Zweifel sind angebracht. Ihre „Steirerkrone“ bleibt am wichtigen Thema Radfahren jedenfalls auch in Zukunft dran.

Gerald Richter
Gerald Richter
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