So, 21. Oktober 2018

Welser stellte fest

03.05.2018 11:06

„Der Grat im Silicon Valley ist schmal“

Seattle im US-Bundesstaat Washington - viele kennen die Stadt aus der Fernsehserie „Grey’s Anatomy“, andere wiederum, weil hier Handelsgigant Amazon seinen Sitz hat. In die Welt des Online-Riesen tauchte zuletzt auch eine Wirtschafts-Delegation ein, zu der auch der Welser Unternehmer Bernhard Aichinger gehörte.

Der weltweit erste Supermarkt ohne Kassen namens „Amazon go“ war einer der Ziele der Delegation. Vor dem Einkauf musste sich Bernhard Aichinger eine App herunterladen, einen QR-Code scannen, dann konnte er das Smartphone einstecken. „Es war ein super-cooles Erlebnis“, schwärmt Aichinger, der probierte, ob sich das System austricksen lässt. „Ich hab’ einen Kaugummi fest in die Hand genommen und sofort in der Hosentasche verschwinden lassen, auch er war auf der Rechnung drauf“, staunte der Chef der Jungen Wirtschaft in Oberösterreich.

Arbeit rund um die Uhr, Leben im Sechs-Bett-Zimmer
Die Delegation, zu der auch Peter Polgar, der Leiter des Gründerservice der Wirtschaftskammer OÖ, gehörte, machte auch in San Francisco und dem Silicon Valley Halt. „Wenn man ein Start-Up betreibt, muss man hier gewesen sein, zumindest für einige Zeit, um den Spirit aufzusaugen“, ist Aichinger sicher. Dass es in der von Facebook, Google und Co. befeuerten Welt allerdings auch Schattenseiten gibt, musste er feststellen. „Es gibt hier Programmierer und Entwickler, die arbeiten fast rund um die Uhr und leben trotzdem in einem Sechs-Bett-Zimmer“, erzählt er, „der Grat im Silicon Valley ist schmal. Es kann dir schnell die Füße ausreißen.“

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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