Do, 16. August 2018

Riesengewinne:

02.05.2018 11:11

Illegales Glücksspiel „boomt“ in Oberösterreich

In Oberösterreich boomt das illegale Glücksspiel mit Spielautomaten, klagen auch die Betreiber legaler Automaten. Beschlagnahmte Automaten werden rasch ersetzt, ausgesprochene Betriebsschließungen bleiben mangels Zwangsmitteln wirkungslos. Landesrat Rudi Anschober (Grüne) pocht auf starke Gegenmaßnahmen in einem neuen Glücksspielgesetz des Bundes.

„Es ist notwendig und sinnvoll, gefährdete Konsumenten vor den Risiken des illegalen Glückspiels zu schützen. Offensichtlich funktioniert dies jedoch derzeit in Oberösterreich nicht“, stellt Anschober nach einem Gespräch mit einem legalen Spielautomatenbetreiber in Linz fest.

Enorme Gewinne für illegale Betreiber
Dieser legale Betreiber erzählt, wie er selbst „wegen Kleinigkeiten“ öfters von Behördenvertretern ermahnt und gestraft werde, während rund um ihn die illegalen Auotmatenlokale praktisch ungehindert  Riesengewinne einfahren können: „So ein Automat kostet einmalig 2000 bis 3000 Euro und spielt dann pro Monat 5000 bis 7000 Euro ein“, beschreibt der Informant, um welche Summen es da geht.

„Große Lücken abstellen“
Anschober greift die Kritik als Konsumentenschutz-Landesrat auf: „Ich erwarte mir von der Bundesregierung und dem zuständigen Regierungsmitglied in Oberösterreich, dass diese großen Lücken im Kampf gegen das illegale Glücksspiel spätestens bis Jahresende vollständig abgestellt sind.“

Auch FPÖ-Landesrat ist aktiv
In der Landesregierung ist Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) zuständig. Er hat sich bereits an Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) gewendet, damit das Bundes-Glücksspielgesetz  verschärft werde.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.