Fr, 19. Oktober 2018

Hunden weit voraus

30.04.2018 12:40

Auch Honigbienen können Cannabis „erschnüffeln“

Sie haben ja unbestritten ein feines Naserl, doch jetzt könnten die vierbeinigen Drogenschnüffler echte „Konkurrenz“ bekommen. Denn mit ihren hochsensiblen Antennenfühlern nehmen Bienen feinste Düfte, also auch den süßlich-markanten Geruch von Haschisch, auf. Das bestätigen jetzt Tierversuche in Deutschland.

„Sie sind sogar besser als noch so gut ausgebildete Drogenhunde. Unsere Insektenschützlinge riechen nämlich sogar geringste Mengen bestimmter Duftstoffe - und das aus mehreren Kilometern Entfernung“, analysieren Wissenschaftler der Justus-Liebig-University in Gießen und des Hessischen Landeskriminalamts in Wiesbaden. „,Hasch-Bienen‘ könnten im Gegensatz zu Drogenhunden viel länger eingesetzt werden. Und sie sind schon nach Minuten voll ausgebildete Schnüffler“, so die Forscher.

Auch Biene Maja muss trainiert werden
Freilich: Auch so eine Maja muss trotz ihrer hochfeinen Nektar-Antennen erst einmal sensibilisiert werden. Dafür wurden die Arbeiterinnen des Stockes in einer speziellen Box sanft mit Luft angeblasen, die abwechselnd mit dem Duft von frisch geschnittenem Haschisch, Kokain und mehr angereichert war.

Bei Kokain-Geruch wurde den Bienchen ein ultraleichter, unschädlicher sowie kaum spürbarer Stromstoß versetzt. Danach reagierten die Sumsis sofort, wenn auch nur ein Molekülhauch eines Drogenrauchs durchs Testlabor wehte. Denn dann schwirrten die Bienen - in Sorge vor möglichen neuen Elektro-Impulsen - davon. Und zwar in Richtung echter, nektarreicher Blütenkopferln!

Auch weitere Insekten sind gute „Schnüffler“
Doch die weltweiten Forschungsarbeiten in der Insektenwelt sind noch weiter fortgeschritten: So reagieren Madagaskar-Fauchschaben auf Amphetamine, während Bekreuzte Traubenwickler -eine Nachtfalterart - „wild“ auf Cannabis sind.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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