Do, 21. Juni 2018

Steirer vor Gericht

25.04.2018 15:49

Katze „zur Sicherheit“ vom Balkon geworfen

Die Diversion nahm der Angeklagte nicht an, daher stand er gestern vor dem Richter in Graz: Weil er eine Katze vor seinem Hund retten wollte. Die warf er aber aus dem vierten Stock eines Hotels. Sie starb. Urteil nicht rechtskräftig!

Eigentlich wollten der Angeklagte (52) und seine Zimmernachbarin in Ruhe ihre Kur verbringen - wären sich nicht sein Hund und ihre Katze in die Quere gekommen. Im Hotel sind Haustiere nämlich erlaubt. Die 16 Jahre alte Katze schlich sich über die offene Balkontür in das Zimmer des Angeklagten ein. Sein Hovawart jagte sie daraufhin durchs Zimmer.

„Zur Sicherheit“ vom Balkon geworfen
„Um sie in Sicherheit zu bringen, habe ich sie geschnappt und über den Balkon geschupft. Ein junges Tier schafft das problemlos. Ich wusste nicht, dass die Katze schon alt war“, versucht sich der Oberösterreicher zu rechtfertigen. „Sie hätten aber auch Ihren Hund auf Halt legen können“, redet ihm Richter Andreas Rom ins Gewissen. Bitterer Beigeschmack: Die Samtpfote war das Haustier der kurz zuvor bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Tochter der Geschädigten.

Geldbuße und Schadenersatz
Die Diversion nahm er nicht an, weil die Frau ihn danach beschimpft hätte, sein Verteidiger versuchte einen Freispruch zu erwirken. Keine Chance, Richter Rom: "Man wirft keine Tiere vom Balkon, Ihren Hund hatten Sie nicht im Griff!" 1800 Euro Geldbuße und 539 Euro Schadenersatz. Nicht rechtskräftig.

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