Mi, 15. August 2018

„K+K“-Restaurant:

25.04.2018 07:05

Poetische Schlemmerreise

Schicke Tagesbar im Traditionshaus: Zeitloses Design statt kurzweiligen Trends

Das „K+K“ mit seiner langen Tradition - es wurde 1181 erstmals urkundlich erwähnt - wie einen Schatz zu behüten, war schon Helmut Kollers Devise. Als er das im Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogene Haus am Waagplatz Ende der 1960er Jahre gemeinsam mit seinem Bruder Josef kaufte, hat er es nicht nur sorgsam revitalisiert, sondern auch mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. „Er hat z.B. die drei Stuben vom Restaurant im ersten Stock mit dem kostbaren Mobiliar aus der ehemaligen Klosterschenke von Stift Heiligenkreuz bestückt“, erzählt sein Sohn Norbert, der das Haus seit 2015 gemeinsam mit seiner Frau Claudia als alleiniger Besitzer führt, und es nun im Zuge eines Umbaus selbstverständlich ebenfalls mit Samthandschuhen anfasst.

Das Erdgeschoss, in dem sich zuvor die Waagstube sowie das Foyer befanden, wird bis Mitte Juni in eine schicke Tagesbar verwandelt, in der man zum einen schnell auf einen Espresso oder ein Stehachterl einkehren, aber natürlich fürstlich speisen kann. „Wir waren uns der Herausforderung, die historische Substanz, die u.a. von Clemens Holzmeister und Gerhard Garstenauer gestaltet wurde, mit einem modernen Konzept stilvoll und vor allem behutsam zu vereinen, durchaus bewusst. Insofern haben wir in die Planung über ein Jahr investiert bzw. beim Design darauf geachtet, dass es sich durch eine zeitlose Formensprache mit Bestand und nicht kurzweilige Trends auszeichnet“, betonen die Kollers, die bei der Umsetzung auf die renommierten Wiener Architekten BEHF setzen.

„In erster Linie haben uns natürlich ihre hervorragenden Referenzen überzeugt - sie gestalteten u.a. das “Kussmaul„, “Shiki„, “Motto am Fluss„ oder das “Fabios„. Zum anderen sind wir mit einem der Architekten Stephan Ferenczy schon jahrelang befreundet“, so die Hausherren, die sich über das zukünftige Design noch in Schweigen hüllen, allerdings darauf verwiesen, dass auch hier vorrangig natürliche Materialien wie Stein und Holz zum Einsatz kommen, die dem Stil des Hauses entsprechen, ihn aber dennoch zeitgemäß weiterentwickeln.

Neben dem Foyer wird in die neue Tagesbar auch die Stiege in den historischen Freysauffkeller integriert. Dort wandelt man quasi auf den Spuren der Erzbischöfe, die durch einen Verbindungsgang zur Residenz von hier aus verköstigt wurden.

Apropos Kulinarik: Für die sorgt seit 1. April - das Restaurant im ersten Stock sowie die Terrasse sind selbstverständlich trotz Umbau geöffnet - Saravanan Gurusamy. Der gebürtige Malaie war zuvor Herr über sechs Restaurants im Fünf Sterne-Hotel Crowne Plaza in Bahrain und ist der Liebe wegen nach Österreich zurückgekehrt. Ein Glücksfall für die Kollers, denn er ist nicht nur ein Meister der österreichischen, sondern auch der asiatischen und arabischen Küche. „Sein geschmorter Rostbraten, wie auch die Zitronen-Capellini mit Garnelen, Avocado, Zitronensauce und Forellen-Kaviar sind ein Gedicht“, schwärmt die Chefin. Na dann, können sich Einheimische wie Zuagraste schon einmal auf eine poetische Schlemmerreise freuen!

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