Mo, 25. Juni 2018

Sozialversicherungen:

24.04.2018 15:55

„Luxuspensionen, Spekulation und 1000 Funktionäre“

21 verschiedene Sozialversicherungen, Privilegien, 160 Dienstautos - und eine gigantische Zockerei: Im Rahmen der Vorstellung von Reformplänen (siehe auch Video oben) wurden am Dienstag auch ungeheure Zustände bei den Krankenkassen bekannt. Ein brisantes Detail: Die Sozialversicherung würde mit rund 1,3 Milliarden Euro Beitragsgeldern an der Börse spekulieren ...

Der Fahrplan der Bundesregierung ist klar: Künftig soll es in Österreich maximal fünf Krankenkassen geben. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) berichteten am Dienstagvormittag im Zuge der Präsentation von insgesamt drei Reformen schriftlich: Die Reform der Sozialversicherungsträger hätten „zwar jahrzehntelang alle befürwortet“, aber bisher sei „zu wenig gelungen“. Die Regierungsspitze wörtlich: „Unser Ziel: Sparen im System, nicht bei den Menschen. Wir haben das Versprechen gegeben, eine echte Veränderung einzuleiten. Wir wollen das umsetzen, wofür wir gewählt wurden.“

„Direktoren lassen sich täglich von Graz nach Wien fahren“
Um Werbung für ihre Pläne zu machen, zeichneten ÖVP und FPÖ ein düsteres Bild. Es gebe derzeit mehr als 1000 Funktionäre bei der SV, zudem sind im ganzen Bundesgebiet über 160 Dienstwägen der Krankenkassen unterwegs. Und: Direktoren würden sich sogar täglich von Graz nach Wien fahren lassen.

„1280 ehemalige SV-Mitarbeiter kassieren Luxuspension“
Aber damit noch nicht genug: Im Jahr 2016 wurden bei den Trägern 330 Millionen Euro für Zusatzpensionen ausgegeben, 1280 ehemalige SV-Mitarbeiter würden eine Luxuspension kassieren, die zum Teil bis zu 300 Prozent über der maximalen gesetzlichen Pension liegt. Und: Verantwortliche der Sozialversicherung „spekulieren mit rund 1,3 Milliarden Euro Beitragsgeldern an der Börse“ - offenbar geht es um diverse Investitionen in Wertpapiere.

Neben der SV-Reform will die Regierung, wie berichtet, auch die Mindestsicherung angehen. Geplant ist ein einheitliches System. Zudem arbeitet Justizminister Josef Moser (ÖVP) an einer Verwaltungsreform und Deregulierungen.

Kronen Zeitung/krone.at

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